Kreis Düren - CDA-Antrag fordert eine verbindliche Lohnuntergrenze

CDA-Antrag fordert eine verbindliche Lohnuntergrenze

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Kreis Düren. Der Bezirksvorstand der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im Bezirk Aachen hat sich für die verbindliche Einführung einer Lohnuntergrenze als Auffanglinie für sogenannte „tariffreie Zonen” ausgesprochen.

„In Deutschland hat sich seit Anfang der 2000er Jahre ein Niedriglohnsektor entwickelt, der für die Arbeitnehmer, aber auch für die Sozialsysteme verheerende Folgen hat. 2008 haben 1,15 Millionen Beschäftigte bundesweit weniger als fünf Euro pro Stunde verdient. Dies ist ein skandalöser Zustand. Die CDU als Volkspartei für alle Bevölkerungsschichten kann sich damit nicht abfinden”, erklärt der CDA-Bezirksvorsitzende Karl-Albert Eßer nach einer Sitzung des in Düren tagenden Vorstandes.

Von daher sei es richtig, dass die CDA auf dem CDU-Bundesparteitag einen entsprechenden Antrag einbringt, in dem eine verbindliche Lohnuntergrenze gefordert wird. Danach soll der derzeit zwischen den Tarifpartnern vereinbarte Mindestlohn in der Zeitarbeit in allen Branchen als Lohnuntergrenze gelten.

„Derjenige, der arbeitet, muss immer mehr haben als derjenige,, der Hartz IV bezieht”, heißt es in der CDA-Erklärung. Niedrigste Löhne führten nicht nur dazu, dass die Menschen ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten könnten, sondern dass sie später auch eine Mini-Rente erhalten und trotz jahrzehntelanger Beschäftigung auf ergänzende Sozialhilfe angewiesen seien. „Dies ist nicht das Bild der CDU von einem Bürger, der sein Leben selbstverantwortlich gestalten will”, betont Karl-Albert Eßer.

Die Niedrigstlöhne entstehen - so die CDA - überwiegend dort, wo es keine funktionierende Tarifpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften gibt. 20 Prozent der Beschäftigten sind in Unternehmen ohne Tarifbindung oder zumindest Tariforientierung tätig. In Ostdeutschland waren es 2010 sogar 50 Prozent. Angesichts des erkennbaren Missstands müsse die Politik handeln.
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