„Cat Ballou“: Grundschüler gewinnen Konzert der Kölsch-Band

Von: Jörg Abels
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Mit ihrem Schulkonzert in der Turnhalle der KGS Huchem-Stammeln hat die Gruppe „Cat Ballou“ am Mittwoch 120 Kinder restlos begeistert. Foto: Abels
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Die Jungs und Mädchen reckten selbst gebastelte Plakate in die Höhe ... Foto: Abels
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... und freuten sich am Ende über ein Autogramm ihrer neuen Stars. Foto: Abels

Huchem-Stammeln. „Et jitt kei wood....“ – Auf diesen Moment haben die Jungs und Mädchen der Katholischen Grundschule Huchem-Stammeln gewartet. Kaum hat Sänger Oli Niesen die ersten Worte des bekanntesten „Cat-Ballou“-Hits angestimmt, singen die Sechs- bis Zehnjährigen bereits aus voller Kehle mit. Und nicht nur den Refrain.

Weit gefehlt: Nein, den ganzen Text haben sie in den vergangenen Tagen im Unterricht einstudiert. Die ganze Schule ist an diesem Mittwochmittag im „Katzenfieber“ – von Schulleiterin Ute Hannott über die Lehrerinnen bis zu den Schülern und vielen Müttern, die sich das außergewöhnliche Konzert der Kölner Senkrechtstarter nicht entgehen lassen.

„Wir wollen die Kinder wieder für die kölsche Sprache begeistern“, erklärt Keyboarder Dominik Schönenborn die Motivation der Band, nicht nur in großen Hallen und Sälen aufzutreten, sondern auch in kleinen Schulturnhallen. „Im Dialekt liegt so viel Potenzial, vor allem aber gibt er ein Stück Heimatverbundenheit.“ Und kaum singen die Vier ihr Lied vom elften Jebot, antworten die Kids im Chor: „Kölsch is jod“ – Ziel erreicht, quer durch alle Nationalitäten.

Eine gute Dreiviertelstunde steht in der KGS die Welt still. „För ne kleine Moment“ geht es nicht um Buchstaben und Zahlen. Die Jungs und Mädchen springen mit „Cat Ballou“ um die Wette, tanzen mit dem „Danzroboter“ und „Rollen“ wie die Skateboarder – für die Jungs und Mädchen ein unvergessliches Ereignis.

Aber auch den vier Kölnern macht das Kinderkonzert sichtlich Spaß. Alle vier, heute zwischen 28 und 30 Jahre alt, haben bereits in der Grundschule ihre Liebe zur Musik entdeckt, bevor sie 1999 erstmals zusammen auf der Bühne standen. „Es ist toll, in die großen Augen der Kinder zu sehen“, freut sich Oli Niesen. „Die Kinder sind unbefangener und gehen noch richtig aus sich raus.“

Das tun sie in der Tat und halten selbst gebastelte Plakate in die Höhe. Immer wieder binden die Musiker ihre jungen Zuhörer mit ein. Mal dürfen einige an Kevin Wittwers Bass zupfen, mal springt Dominik Schönenborn mit der „Quetsch“ von der Bühne und spielt inmitten des Kinderpulks weiter. Und „Cat Ballou“ verlassen die Konzert-Turnhalle natürlich nicht, bevor die vier Musiker auch wirklich jedem ihrer 120 neuen Fans ein Autogramm gegeben haben.

Dass die Senkrechtstarter der Kölner Musikszene und des Kölner Karnevals der vergangenen vier Jahre gerade in Huchem-Stammeln auftreten, ist kein Zufall, sondern der Hauptpreis eines Wettbewerbs, den der Kölner Stadtanzeiger ausgelobt hatte und an dem sich Lehrerin Regina Haße mit ihren Schülern nun schon zum zweiten Mal mit Erfolg beteiligt hat.

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