Caritas setzt Zeichen für Menschen in Notlagen

Von: sj
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Mit der Aktion „Respekt - alles andere kommt mir nicht in die Tüte” setzte der Caritasverband in der Dürener Innenstadt ein Zeichen für Menschen in Notlage. Foto: sj

Kreis Düren. „Ja, der Titel der Jahreskampagne ist etwas sperrig”, räumt Gisela Gerdes vom Caritasverband ein. „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft” - dieses Motto lässt Fragen offen, ist etwas kantig.

Umso besser, finden Gisela Gerdes und ihre Mitstreiter, denn offene Fragen lassen sich am besten im Gespräch beantworten. Eingebunden in die Jahreskampagne verteilten Mitarbeiter des Verbands am Samstag Einkaufstüten an die Passanten in der Dürener Innenstadt. „Respekt - alles andere kommt mir nicht in die Tüte”, war in Rot aufgedruckt. Erklärende Worte, die die ansonsten leere Tüte inhaltlich füllten, gab es als Dreingabe.

Mit der Kampagne will der Verband ein Zeichen setzen für Menschen in Notlage. „Wir möchten die Aufmerksamkeit auf die Menschen lenken, die sich am Rande der Gesellschaft befinden”, sagte Marie-Christine Frank von der Caritas. „Wir müssen wieder mit offenen Augen durch die Städte und Dörfer gehen”, forderte Gisela Gerdes ihre Mitmenschen dazu auf, Armut und Notlagen der Menschen zu erkennen - und ihnen mit Respekt zu begegnen. Unabhängig von Rasse, Klasse und Einkommen sei jeder einzelne Mensch ein Teil der Gesellschaft. Der „normale Umgang” mit Menschen, die sich in einer Notlage befinden, sei daher eine Selbstverständlichkeit des sozialen Umgangs. „Als Caritas weisen wir auf diese Selbstverständlichkeit hin - gerade weil sie nicht selbstverständlich ist”, sagt Gerdes.

Die Kampagne fordert dazu auf, auch Menschen am Rand der Gesellschaft offen zu begegnen. „Notleidende werden bei uns versorgt, sicher. Aber mit echter gesellschaftlicher Teilhabe hat das nichts zu tun”, ist Gerdes überzeugt. Die Forderung nach besseren Zugängen zu Freizeit- und Kulturangeboten gehört daher ebenso zur Kampagne wie die Forderung nach einer besseren Vernetzung kommunaler Angebote für Wohnungslose.
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