Busse sollen demnächst auch zum Indemann fahren

Von: ahw
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Inden. Mit dem Nahverkehrsplan für den Kreis Düren im Bereich der Gemeinde Inden beschäftigte sich der Ausschuss für Gemeindeplanung und -entwicklung auf seiner jüngsten Sitzung.

Kai Pachan vom Büro für Verkehrs- und Stadtplanung (BVS) erläuterte zu Beginn die Ergebnisse der auf das Gemeindegebiet bezogenen Untersuchungen. Unter die Lupe genommen wurden dabei die Erschließung des Gemeindegebietes und die Erreichbarkeit der einzelnen Orte. Zur Analyse gehörte auch der Vergleich von Reisezeiten, etwa nach Jülich oder Düren, sowie die Ergebnisse von Zählungen und Befragungen der Fahrgäste.

Ordentlich angebunden

Große Teile des Gemeindegebietes seien wochentags im 30-Minuten-Takt erschlossen, berichtete der Verkehrsexperte. An Sams- und Sonntagen werde meist ein 60-Minuten-Takt erreicht. Insgesamt seien alle Ortsteile „ordentlich angebunden”. Die Reisezeiten seien nach Jülich und Langerwehe sehr gut, nach Düren und Niederzier ordentlich.

Allerdings wurden bei den Untersuchungen auch Defizite festgestellt, für deren Behebung in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Maßnahmen entwickelt werden sollen. So wird der Wunsch, die Zahl der Fahrten zwischen Schophoven und Düren zu erhöhen, von der DKB bereits vom 12. Dezember an erfüllt, wenn fünf Fahrzeugpaare zusätzlich wochentags zwischen beiden Orten oendeln. Das sei, so Pachan, „fast eine Verdoppelung”. Zudem sei die Gemeinde mit der prompten Umsetzung der Maßnahme „Spitzenreiter im Kreis Düren”.

Zentralort sonntags abgeschnitten

Weitere Maßnahmen, die noch auf dem Wunschzettel stehen, sind eine bessere Anbindung von Lamersdorf West, Lucherberg Süd und Frenz sowie die Verbesserung des Schülerverkehrs von Inden nach Eschweiler. „Klar erkannt” worden sind auch die Defizite bei der Anbindung des Zentralortes an Sonntagen. Nicht zuletzt, um die touristischen Angebote auf der Goltsteinkuppe rund um den Indemann künftig besser vermarkten zu können, seien hier „spürbare Verbesserungen” notwendig.

Nachfragen aus dem Ausschuss betrafen unter anderem die Endhaltestelle einer Buslinie in Pier, wo inzwischen kaum noch jemand wohnt. Eine Empfehlung ging dahin, nach 18 Uhr, wenn möglich” bereits bei der Abfahrt in Düren ein Anruf-Sammeltaxi zu bestellen, um in dem sterbenden Dorf gleich umsteigen zu können. Eine Verlegung der Haltestelle nach Inden/Altdorf ist offenbar nicht möglich, da Busse durch die längere Fahrzeit aus dem strikten Zeitraster fallen, das die Wirtschaftlichkeit der Fahrpläne gewährleistet.

Doch die tagebaubedingten Veränderungen im Gemeindegebiet Inden schlagen sich auch auf den Nahverkehr nieder. Kai Pachan: „Nach dem Bau der L12 zwischen Merken und Inden werden die Karten neu gemischt.”
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