Burg Obbendorf wird zum Vier-Sterne-Hotel

Von: Jörg Abels
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Burg Obbendorf ist das älteste erhaltene Rittergut im Jülicher Land. Der 2004 eröffnete und 2010 erstmals erweiterte Hotelbetrieb wird bis 2018 noch einmal kräftig ausgebaut. Foto: Jörg Abels

Hambach. Ruhig am Ortsrand vom Hambach gelegen, umgeben von einer großzügigen Parkanlage, hat sich Burg Obbendorf in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer gefragten Adresse für gehobene Veranstaltungen entwickelt.

Seit 2004 beherbergt das älteste Rittergut im Jülicher Land auch einen Hotelbetrieb, anfangs mit neun Doppelzimmern, seit 2010 mit 17 Zimmern. Und dabei soll es nicht bleiben. Inhaber Heinrich Müller hat große Pläne. Bis Ende 2018 will er die bisherigen Stallungen mit einer Grundfläche von rund 1000 Quadratmetern im nördlichen Bereich der Gutsanlage umbauen und den Hotelbetrieb um 40 Doppelzimmer erweitern. Mit Seminar- und Tagungsräumen, einer Restauration für die Hausgäste und einem Wellness-Bereich will er ins Vier-Sterne-Segment einsteigen.

„Der Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden“, ist der 56-jährige Landwirt überzeugt, der mit seiner Frau Stephanie in dritter Generation auf Burg Obbendorf lebt und arbeitet. Es sind vor allem Partnerfirmen des nahe gelegenen Forschungszentrums Jülich, aber auch große Unternehmen aus dem Raum Düren-Jülich, die ihre Mitarbeiter und Geschäftskunden schon heute in dem historischen Gemäuer unterbringen.

Weil die Nachfrage seit Jahren größer ist als die Kapazität des Hauses, denkt Heinrich Müller schon seit längerem an einen Ausbau des Hotels. Nach einer 2011 in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie aber mussten die Pläne immer wieder mit der Denkmalbehörde der Bezirksregierung Köln besprochen und an die Belange des Denkmalschutzes angepasst werden. Die letzte baurechtliche Hürde räumte Anfang Dezember der Rat der Gemeinde Niederzier aus dem Weg, der das Burgareal dem Innenbereich der Ortschaft Hambach zuordnete. Jetzt sollen „die ehemaligen Stallungen wieder ein Ziegeldach erhalten“, erklärt der Burgherr. Alte Hambacher werden sich an dieses Aussehen erinnern. Das heutige Pultdach wurde erst 1963 nach einem Brand im Obergeschoss der Scheune errichtet.

Die Aufstockung des Nebengebäudes wird nicht die einzige optische Veränderung bleiben. Auch der Eingangsbereich wird sich verändern. Das Torhaus soll künftig die Front schließen und die Hofeinfahrt integrieren, „so dass wieder der Charakter einer geschlossenen Burg entsteht“, erklärt Heinrich Müller.

Im Erdgeschoss des Nebengebäudes findet der Hotelgast in Zukunft einen offenen und kommunikativen Rezeptions-, Lounge- und Barbereich. Mit Zugang zum Innenhof werden zwei Seminar und drei Tagungsräume erstellt, die separat genutzt oder zu einem großen Konferenzsaal kombiniert werden können. Dazu kommt ein Restaurant mit gehobener Küche, „das erst einmal aber nur unseren Hotelgästen zur Verfügung stehen wird“, erklärt Müller. Im ersten Obergeschoss werden 23 moderne und dem Charakter der Burg entsprechende Doppelzimmer entstehen, im ausgebauten Dachgeschoss weitere 17 Hotelzimmer.

Gebaut wird im laufenden Betrieb in drei Abschnitten, um die Belastungen für die Gäste so gering wie möglich zu halten. Wir werden den Innenhof so wenig wie möglich in Anspruch nehmen“, versichert der Bauherr. „Es soll für die Gäste nicht der Eindruck entstehen, dass sie auf einer Baustelle feiern oder übernachten.“ Im ersten Abschnitt soll binnen Jahresfrist der Rezeptions- und Loungebereich mit den beiden Seminarräumen entstehen.

Es sollen aber auch schon die ersten Zimmer im Obergeschoss fertiggestellt werden, um die Nachfrage so schnell wie möglich bedienen zu können. Im zweiten Abschnitt sollen bis Ende 2017 die Tagungsräume und weitere Zimmer im Obergeschoss folgen. Im dritten Abschnitt erfolgt der Ausbau des Dachgeschosses. Die Gesamtinvestition für die Erweiterung des Hotelbetriebs beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.

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