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Bürgerhalle Inden: Betreiber gesucht

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
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Die Zukunft der Bürgerhalle ist noch offen.
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Markus Hagelüken hängt die Kochmütze an den berühmten Nagel: Am 30. Juni ist für den Gastromen Schluss. Foto: Wolters

Inden/Altdorf. Die meisten Bürger empfinden den Geuenicher Hof und die Bürgerhalle, die Tür an Tür an der Geuenicher Straße in Inden/Altdorf liegen, längst als Einheit.

Da Markus Hagelüken plant, das Restaurant mit Hotelbetrieb (14 Betten), zum 30. Juni aufzugeben, rückt die Tatsache stärker in den Vordergrund, dass sich die Bürgerhalle mit ihren insgesamt rund 350 Plätzen im Eigentum der Gemeinde Inden befindet.

Bürgermeister Ulrich Schuster war von der Nachricht, dass Hagelüken seinen Rückzug plane, zunächst überrascht worden. Priorität hat beim Verwaltungschef die Lösung, dass ein möglicher neuer Pächter auch die Bewirtschaftung der Halle übernimmt. „Wir beobachten das“, kann sich Schuster sogar vorstellen, dass die Gemeinde für eine Übergangszeit die Bürgerhalle in Eigenregie übernimmt. Zudem sei ein Gespräch mit der Dorfgemeinschaft geplant, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und die Zeit bis zum Sommer zu nutzen.

Doch warum zieht sich Hagelüken überhaupt aus der Gastronomie zurück?

„Ich wollte das nicht noch 20 weitere Jahre machen“, gesteht der 46-Jährige. Zudem hat der gelernte Koch ein gutes Jobangebot erhalten, das er offenbar nicht ablehnen wollte. „Ich betreue jetzt Kollegen“, bleibt er in der Nahrungsmittelbranche tätig. Ein weiterer Grund, die Kochmütze an den Nagel zu hängen, sind große Pro-bleme, qualifiziertes Fachpersonal für Küche und Hotel zu bekommen. Zuletzt sei bei zunehmender Belastung die Lebensqualität für ihn und seine Familie durch den Betrieb zu stark beeinträchtigt worden.

„Hier kann man eine Existenz aufbauen“, sagt Hagelüken. Erste Anfragen hat es gegeben, doch die Übernahme eines solchen Betriebes sei, wie er selbst wisse, mit personellen und finanziellen Problemen verbunden, da die Geldhäuser Gastronomiebetrieben kaum noch Kredite gewährten. Die Nutzung der benachbarten Bürgerhalle biete Interessenten weitere Möglichkeiten – und Belastungen.

„Der Indemann spielt auch eine Rolle“, hätte Hagelüken nach eigenen Worten auch dort die Gastronomie übernehmen können, hatte sich allerdings nicht den Zulauf vorstellen können, den das dortige Restaurant erlebt und gleichzeitig das eigene Geschäft schmälert. Doch das ist für Markus Hagelüken, der sich noch bis Mitte des Jahres der Doppelbelastung stellen muss, fast schon Schnee von gestern.

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