Düren - Brentano String Quartett begeistert mit lässiger Virtuosität

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Brentano String Quartett begeistert mit lässiger Virtuosität

Von: Hannes Schmitz
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Boten ein Konzert, das spannungsgeladen, impulsiv und auf klangsinnliche Wirkung bedacht war: das Brentano String Quartett. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Im Haus der Stadt gastierte mit dem Brentano String Quartett ein Ensemble, das durch geradezu lässige Virtuosität bestach. Es erzeugte ein Klangbild, das in krassem Widerspruch zur kargen Schlichtheit des Bühnenbildes stand.

Drei Klassiker der Quartett-Komposition standen auf dem Programm des Konzerts, das die Vereinigten Industrieverbände (VIV) veranstalteten: Joseph Haydn mit seiner Verknüpfung von konzertanter und kammermusikalischer Schreibweise, Béla Bartóks Streichquartett Nr. 3 und Franz Schuberts Streichquartett d-Moll.

Das renommierte New Yorker Quartett präsentierte sich als hervorragend eingespieltes Ensemble. Die Zuhörer erlebten ein lustvolles, engagiertes Spiel auf höchstem Niveau und unter absoluter Konzentration. Traumwandlerische technische Sicherheit prägte den Auftritt und führte zu einem klanglich vorzüglichen Zusammenspiel. Dramatische Stimmungen, düstere Dramatik, schroffe Melodik, Sanftheit und Lyrik, eleganter Wiener Charme, Originalität, Zwölftonstil: Die Musiker aus Übersee gingen bei den Anforderungen der Kompositionen nicht baden, sondern setzten sie glänzend um.

Die Loslösung von tonalen Bindungen, wie bei Bartóks Streichquartett, mit scharfen musikalischen Attacken wurden für das Publikum zu einer großen Herausforderung, das aber von der rhythmischen Elastizität und der rigorosen Klangsprache der Vier begeistert war. Ein rasantes Saitenspiel erklang, das getragen wurde von Perfektion und Souveränität. Irgendwann gewöhnte sich das Ohr an „die neue Musik“ und das zunächst fremdartig Anmutende.

Eine beeindruckende Interpretation boten Marc Steinberg (Violine), Serena Canin (Violine), Misha Amoroy (Viola) und Nina Maria Lee (Violoncello) von Franz Schuberts Streichquartett d-Moll, das als „Der Tod und das Mädchen“ bekannt wurde. Für viele Musikinteressierte ist es sicherlich eines der wundervollsten Streichquartette überhaupt, mit einem unglaublich schönen und getragenen zweiten Satz. Nahezu ideal musiziert von den Amerikanern, die der Emotionalität und Ergriffenheit Raum ließen, ohne das es kitschig wirkte – ein Höhepunkt des Abends.

Das Publikum zollte den Musikern großen Beifall für herausragende Konzertstunden, die spannungsgeladen, impulsiv und auf klangsinnliche Wirkung bedacht waren. Ebenso wie die Zugabe, die das Quartett als langsamen Satz von Mozart ankündigte und damit die begeisterten Zuhörer entließ.

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