Breitband-Initiative: Kreise Düren und Euskirchen stellen Förderanträge

Von: sj
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150.000 Euro pro Kreis seien vom Land angekündigt worden, um für drei Jahre eine Projektkoordinierungsstelle einrichten zu können.

Kreis Düren. Die neue Breitband-Initiative der Kreise Düren und Euskirchen nimmt Gestalt an. Beide Landkreise wollen an einem Strang ziehen, um möglichst allen Einwohnern und Unternehmen Zugang zum schnellen Internet zu ermöglichen.

„Bis Ende des Monats müssen alle Anträge beim Land und beim Bund gestellt worden sein“, sagte Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn auf Anfrage unserer Zeitung. Beide Kreise bewerben sich um Fördermittel des Landes und des Bundes von jeweils bis zu 30 Millionen Euro.

50.000 Euro pro Kreis gab es bereits vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für die ersten Planungen und eine Bedarfsanalyse, weitere 150.000 Euro pro Kreis seien vom Land angekündigt worden, um für drei Jahre eine Projektkoordinierungsstelle einrichten zu können.

Bereits Ende 2014 hatten sich Spelthahn und sein Euskirchener Kollege Günter Rosenke dafür ausgesprochen, an einem Strang zu ziehen. Vor allem dünn besiedelte Gegenenden seien ins Hintertreffen geraten, weil sich das Verlegen von Glasfaserleitungen dort für Anbieter oft nicht rechnet. Das NRW-Wirtschaftsministerium hatte Repräsentanten der beiden ländlichen Nachbarkreise damals zu einem Gespräch eingeladen.

Ziel der neuen Breitband-Initiative sei es, dass es im Idealfall „keine weißen Flecken“ mehr auf der Karte gibt. Dafür soll eng mit den Städten und Gemeinden zusammengearbeitet werden. „Wenn wir Fördermittel erhalten, müssen alle Arbeiten bis Ende 2019 abgeschlossen sein“, erklärte Spelthahn. Kreisweit soll mindestens eine Geschwindigkeit von 50 MBit/s erzielt werden, Gewerbegebiete und Schulen Glasfaser „bis ins Haus“ erhalten.

„Einstieg in die Revolution“

„Das wäre der Einstieg in die digitale Revolution des ländlichen Marktes“, ist Spelthahn überzeugt.

Bis zu 90 Prozent der Kosten könnten gefördert werden. Kommunen, die ein Haushaltssicherungskonzept haben oder zu den Stärkungspaktkommunen zählen, könne der Eigenanteil sogar entfallen. Sobald die Fördermittel zur Verfügung stehen, sollen per Ausschreibung Anbieter gefunden werden.

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