Bilderbuchstart in den Herbst

Von: kjl
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Kreis Düren. Dank der sommerlichen Hitze zu Beginn und auch am Ende des Monats September erlebten auch der Kreis Düren einen Bilderbuchstart in den Herbst.

In der Bilanz aller Temperaturen war es im Dürener Land mit 16,3 Grad der sechstwärmste September seit 1961. Auf den Höhen der Rureifel (Vossenack) wurde ein Mittelwert von 14,8 Grad gemessen. Im Jahre 2006 erreichte der September sogar noch 1,5 Grad mehr an Wärme.

Der wärmste Tag des Monats wurde im Kreis Düren verbreitet am 3. gemessen: 32,6 Grad in Drove, 31,9 in Hoven und Vettweiß, 31,1 in Hambach, 30,1 in Düren und Nörvenich, 29,8 in Heimbach und 27,8 Grad in Vossenack. Am Erdboden sanken die Temperaturen im Dürener Rurtal am 16. auf nur noch 2,0 Grad.

Im letzten Monatsdrittel und in den ersten drei Oktobertagen stellte sich dann kreisweit ruhiges Altweibersommerwetter ein: acht Sommertage im Flachland und vier Sommertage in Vossenack sind Rekord seit 2006 (damals 13 in Düren und fünf auf den Bergen).

Mehr Sonne als im Juli

Ganz anders als in den Sommermonaten leistete die Sonne im September Überstunden für die Solaranlagen. Interessant an dieser Stelle ist der Vergleich zum kühlen Juli: Sonnenscheindauer im Juli 151 Stunden und im September 199 Stunden (Düren). Sogar das Temperaturmittel war im Juli mit 15,2 Grad in Heimbach kälter als im September (15,3 Grad). Der nach der Siebenschläfer-Regel allseits erwartete gute Spätsommer und Herbstauftakt trat also wirklich ein.

Die besonders sonnigen Flecken im Dürener Land lassen sich mit folgenden Zahlen erahnen: Heimbach Tallage 143 Stunden, Nörvenich 186, Gürzenich 187, Zülpich 193, Drove 197, Düren 199. Diese Zahlen liegen gut 25 Prozent über den langjährigen Mittelwerten. Allein im letzten Monatsdrittel wurden 84 Stunden erreicht.

Nur ein Gewitter-Starkregen

Ausgetrocknete Bäche, verdorrte Vegetation am Monatsende und Staubwolken hinter den Traktoren bei der Ernte waren Ausdruck großer Trockenheit, die sich ja schon durch das ganze Jahr zieht.

Gewittriger Starkregen mit acht bis 15 Litern pro Quadratmeter wurde nur am Mittag des 11. Septembers registriert. In Ost- und Süddeutschland dagegen wüteten an diesem Tag Tornados und Hagelschlag. Ziemlich einheitlich blieben die Regensummen bei 20 bis 35 l/qm (nur 50 Prozent des Lanzeitwertes). Nur in den Hochlagen der Rureifel fielen etwas größere Mengen (Vossenack 39 l/qm).

Nach einem Superstart in den Oktober mit drei Sommertagen hat das Dürener Land inzwischen die Realität des kühlen und nassen Oktobers eingeholt. Es wird Zeit für die Winterreifen, auch wenn der Oktober sicherlich noch einige warme Tage zu bieten hat.
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