Besucher schlendern durch großräumige Installationen

Von: Margret Vallot
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Standen amüsiert und staunend vor der Kunst der Kinder: Besucher der Vernissage im Leopold-Hoesch- Museum. Foto: Margret Vallot

Düren. Über 200 Kunstfreunde hatten sich am Sonntag trotz Regen, Schnee und glatter Straßen im Leopold-Hoesch-Museum eingefunden, um dort eine neue Ausstellung zu bewundern und mit Bürgermeister Paul Larue zu eröffnen. Die Ausstellung, die jetzt im Museum im Mittelpunkt steht, ist spektakulär.

 Nicht allein Bilder oder Skulpturen werden gezeigt, sondern hauptsächlich große, fast riesenhafte Installationen. Die Raumgestaltungen stammen aus der Sammlung eines Mannes, der unbedingt nirgendwo erwähnt werden möchte. Dazu muss man wissen, das Kunstsammler normalerweise etwas eitel und sehr stolz auf ihre Sammlungen sind und es mögen, wenn sie als Sammler möglichst oft respektvoll erwähnt werden. Ein Sammler, der anonym bleiben will, erzeugt allerdings erst recht Neugier auf seine Person und seine Identität.

Was im Hoesch-Museum zu sehen ist, ist medienübergreifende Kunst der Gegenwart. Museumschefin Dr. Renate Goldmann bringt diese Kunst in Düren weiterhin mutig ins Gespräch. Es sind verrückt gestaltete Räume, sakrale Aufbauten, Räume, die in Träumen auftauchen können, weit abgerückt vom Üblichen. Wer sich auf einen Gang durch diese von immer anderen Künstlern gestalteten Installationen einlässt, fühlt sich herausgefordert.

Das Vernissagepublikum kam in den Genuss eines Vortrags von Dr. Veit Loers, der die Kunst erklärte und einordnete. Er berichtete davon, wie sich Ende der 1990er Jahre die Kunstszene vom Rheinland weg nach Berlin verlagerte. Und wie Künstlerinnen und Künstler plötzlich begannen, wie Architekten Räume zu bauen und zu gestalten. Viele von ihnen sind jetzt im Dürener Museum vertreten. Übrigens auch der berühmte Kai Althoff, der es abgelehnt hatte, an der documenta in Kassel teilzunehmen, obwohl er eigens eingeladen war. Jetzt ist seine Kunst in Düren zu sehen. „Wahrscheinlich werden Tausende kommen, und sich mit dieser Kunst auseinandersetzen“, vermutete Larue in seiner Ansprache.

„Ich mag Picasso“

Gestern konnten die Kunstfreunde außerdem die Jahresgaben 2012 des Museumsvereins in Augenschein nehmen und erwerben. Es sind Werke von Künstlern, die sich dem Leopold-Hoesch-Museum sehr verbunden fühlen. „Wer ein Werk erwirbt, tut viel Gutes für das Museum und den Museumsverein“, warb der Bürgermeister.

Eine weitere kleine Ausstellung bestaunten die Besucher gestern: Unter dem Motto „Ich mag Picasso“ konnten die Arbeiten von Kindern betrachtet werden, die in der Werkloge des Hauses entstanden sind. Dort haben sich Kinder mit der Kunst des Dürener Museums auseinandergesetzt und Eigenes hervorgebracht.

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