Berufspendler zwischen Jülich und Düren

Von: ojo/smb
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Die Hälfte der 8,3 Millionen Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr über die Grenzen ihrer Wohnsitzkommune hinweg zur Arbeit gependelt. Das sagen die Statistiker von Information und Technik Nordrhein-Westfalen, die auch Zahlen für den Kreis Düren erarbeitet haben.

In der Kreisstadt arbeiten 50.500 Menschen. 28.040 von ihnen kommen aus anderen Städten oder Gemeinden zur Arbeit (55,5 Prozent). Die meisten davon aus Kreuzau (3048) und Niederzier (2012). Aber auch aus Aachen kommen 1367 Menschen nach Düren zur Arbeit. Aus Köln sind es 1085. Demgegenüber stehen 16.718 von 39 178 erwerbstätigen Dürenern, die in andere Städte und Gemeinden pendeln (42,7 Prozent). 2704 Pendler fahren von Düren nach Köln und 1883 nach Aachen. Nach Kreuzau fahren 1213 Dürener zur Arbeit.

Mit Ausnahme der größeren Städte Düren und Jülich liegen die Auspendlerquoten der übrigen Gemeinden zwischen 72,9 und 83,6 Prozent. Die höchste Auspendlerquote weist damit die Gemeinde Vettweiß auf. 3854 Pendlern, die in andere Orte zur Arbeit fahren - davon 1133 nach Düren und 480 nach Köln -, stehen 877 Einpendler gegenüber. Vettweiß ist damit die sogenannte „Schlafgemeinde” im Südkreis und liegt auch im NRW Vergleich auf Platz 2 von 396 Städten und Gemeinden

In Merzenich gehts ein und aus

Geringe Einpendlerquoten weisen im Südkreis auch Heimbach (41,2 Prozent), die Gemeinde Hürtgenwald (49,1), Langerwehe (51,5) und Nideggen (48) auf. Hohe Einpendlerquoten haben auch Niederzier und Nörvenich (69,7 und 69,6 Prozent). Merzenich zählt zu den Gemeinden in NRW, die eine besonders hohe Auspendler- (83 Prozent, Platz 3) und eine besonders hohe Einpendlerquote (76,2 Prozent, Platz 4) haben. Von 5016 Menschen, die in Kreuzau arbeiten, kommen 2927 aus anderen Orten. Gleichzeitig fahren von 8377 erwerbsfähigen Kreuzauern 6288 in andere Orte, die meisten nach Düren (3048).

Die Waage halten sich Ein- und Auspendlerquote zwar in keiner der Nordkreiskommunen, aber am weitesten klafft die Schere in der Landgemeinde Titz auseinander. Von außerhalb kommen täglich nur 724 Menschen (48,5 Prozent aller Beschäftigten) in die Gemeinde. 3854 aber, das sind 81 Prozent aller Erwerbstätigen in Titz, verdienen ihre Brötchen außerhalb. Vor allem Jülich (607), Düsseldorf und Köln (je 210) bieten Titzern Arbeitsplätze.

In Jülich klafft die Schere verhältnismäßig gering auseinander. 10 713 (58,6 Prozent) Arbeitnehmer pendeln in die Stadt, 8089 (51,7 Prozent) pendeln aus. Den stärksten Zustrom verzeichnet Jülich aus Aachen (977), Düren (941) und Linnich (929). Linnich nimmt mit 397 Arbeitnehmern aus der Herzogstadt nach Düren (1338), Aachen (1154) und Köln (543) Rang vier in der Auspendlerstatistik ein. Linnich selbst profitiert von Jülichs Arbeitskraftpotenzial. 379 Personen pendeln täglich nach Linnich und stellen nach Hückelhoven (488) das zweitgrößte Einzelkontingent. Von Linnich nach Jülich pendeln täglich 929 Menschen aus. Sie haben von den 4518 Auspendlern die kürzeste Fahrtstrecke.

Mit 3148 (66 Prozent) Einpendlern und 4518 (62 Prozent) Auspendlern liegen Kommen und Gehen in dem Städtchen an der Rur recht dicht beieinander. Interessant ist, dass Linnich in der NRW-Statistik Rang 28 bei der Einpendlerquote einnimmt - die höchste Platzierung der Nordkreiskommunen. Mehr als doppelt so viele Auspendler (5116/76 Prozent) als Einpendler (2334/ 59,1 Prozent) verzeichnet die Gemeinde Aldenhoven. Die meisten kommen aus Jülich (331), Alsdorf (215), Eschweiler (167) und Aachen (166). Nach Aachen (1106), Jülich (871) und Eschweiler (419) pendeln Aldenhovener vorzugsweise aus.

Inden als Arbeitsstätte wird von 1030 Einpendler aufgesucht, während 2842 Indener ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde verdienen. Düren ist der beliebteste Arbeitsort (553) für Indener, aus Düren kommt auch das größte Einzelkontigent (224) an Arbeitskräften nach Inden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert