Berufskollegs: Schüler profitieren von frühzeitiger Spezialisierung

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Kreis Düren. 81 Schüler haben ihr Abitur in diesem Jahr an den Berufskollegs des Kreises Düren erworben. Und damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sie haben nicht nur die allgemeine Hochschulreife in der Tasche, sondern darüber hinaus einen Wissensvorsprung gegenüber allen, die ein Gymnasium oder eine Gesamtschule besucht haben.

Denn an den Berufskollegs gibt es verpflichtende Schwerpunkte entweder im Bereich Technik, Wirtschaft oder Erziehung/Soziales.

Bei einem Podiumsgespräch auf Burg Obbendorf gaben frischgebackene Abiturienten, ehemalige Schüler, Eltern und Schulleiter Einblick in den Bildungsweg, der eher unbekannt ist. Richard Spiegelberg, 26, Absolvent des Berufskollegs für Technik, ist seinen Weg gradlinig gegangen. Mittlerweile promoviert er im Bereich Elektrotechnik.

Auch Annika Jakubowski profitierte von der frühzeitigen Spezialisierung. Ihr Abitur erwarb sie am Berufskolleg Kaufmännische Schulen und leitet eine Zweigstelle der Sparkasse. Neben der Konzentration auf bestimmte Fächer bieten die Berufskollegs Oberstufenschülern weitere Vorteile, wie die Erhard Kusch, Leiter des Berufskollegs für Technik und Sprecher der Schulleiter, berichtete: „Wegen der geringen Fächerdifferenzierung kommen Schüler mit dem Beginn der Oberstufe in einen Klassenverband, in dem sie bleiben. Außerdem geht kaum Wartezeit durch Freistunden verloren.“

Das bestätigte Dennis Bartels, der das Berufskolleg Kaufmännische Schulen besucht. Der Teenager gehört zur Volleyball-Bundesliga-Mannschaft von Evivo Düren und trainiert entsprechend häufig. Da will er in der Schule keine Zeit verlieren.

Interessant sei auch die Doppelqualifikation: Am Nelly Pütz-Berufskolleg gibt es die Möglichkeit, nach dem Abitur mit dem Schwerpunkt im Bereich Erziehung/Soziales in einem weiteren Jahr den Berufsabschluss des staatlich anerkannten Erziehers zu erlangen. Als Moderator förderte Journalist Ingo Latotzki viel Wissenswertes bei seinen Gesprächspartnern zutage. Veranstalter war das Regionale Bildungsbüro im Amt für Schule, Bildung, Kultur und Sport.

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