Kreis Düren - Bei den Grünen herrscht Aufbruchsstimmung

Bei den Grünen herrscht Aufbruchsstimmung

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Kreis Düren. Auf der Mitgliederversammlung der Grünen herrschte Aufbruchsstimmung. Die Partei freute sich über einen Mitgliederzuwachs, alleine in diesem Jahr gab es bereits 22 Neueintritte, bilanzierte die Kreisvorsitzende und Spitzenkandidatin zur Kreistagswahl Astrid Hohn.

„Dies zeigt, dass die Menschen grüne Themen richtig finden und unterstützen möchten.“ Mit deutlich über 200 Mitgliedern sei der Kreisverband so stark wie nie. Die Kreisverbandsvorsitzenden Oliver Krischer und Astrid Hohn berichteten von weiteren „positiven Entwicklungen“: Es sei gelungen, in den Ortschaften Merzenich, Aldenhoven und Vettweiß neue Ortsverbände zu gründen beziehungsweise zu reaktivieren. In den drei Gemeinden treten die Grünen an und damit in 14 von 15 Kommunen des Kreises Düren.

„So gut wie jetzt waren wir im Jahr 2009 nicht aufgestellt“, unterstrich Astrid Hohn. „Kein Wunder, dass wir uns auf den kommenden Wahlkampf freuen und sicher sind, dass demnächst in den Kommunen und im Kreis ein starker grüner Wind wehen wird.“ Oliver Krischer ergänzte: „Die Grünen treten an für Energiewende und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Inklusion, Erhalt von Natur und Umwelt, nachhaltige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik und mehr Bürgerbeteiligung. Wir wollen unsere bisherige Position als dritte politische Kraft im Kreis ausbauen und streben kreisweit ein zweistelliges Ergebnis an.“

Schwerpunktthema im einstimmig verabschiedeten Wahlprogramm der Grünen ist die Energie- und Klimapolitik. „Dazu soll die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts für den Kreises Düren, das wir Grünen durchgesetzt haben, endlich angepackt werden“, betonte Krischer. Damit die Projekte und Maßnahmen koordiniert angegangen werden können, soll ein Klimaschutzbeauftragter benannt werden. Der Kreis Düren müsse sich auf ein schnelleres Ende der Braunkohlegewinnung und -verstromung einstellen und den Strukturwandel vorantreiben. Die Rurenergie wollen die Grünen in Bürgerhand überführen.

Ein weiterer Schwerpunktbereich ist der Bereich Natur-, Umwelt- und Tierschutz. Hier liege nach Auffassung der Partei einiges im Argen, denn der Kreis nehme seine Aufgaben hier nur unzureichend wahr. Dazu gehöre die Verhinderung von Massentierhaltungsanlagen und die Einhaltung und Verbesserung von Tierschutzstandards. Die Umsetzung der Inklusion an den Schulen ist aus Sicht der Grünen eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre.

Deshalb wollen sich die Grünen sich dafür einsetzen, „dass ein gutes Förderschulkonzept unter die Regie des Kreises erarbeitet und umgesetzt wird“. Um mehr soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zu erreichen, fordern die Grünen unter anderem ein gezielteres Qualifizierungs- und Unterstützungsangebot für Alleinerziehende, Migrantinnen und beruflich gering qualifizierte Menschen, aber auch eine konsequente Förderung von Frauen in Führungspositionen. Weitere Forderungen sind ein Ausbau des ÖPNV und die Reaktivierung der Bördebahn-Strecke und den Lückenschluss Linnich/Baal.

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