Jülich - Beach-Cup: Spitzensport vor mäßig vollen Zuschauerreihen

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Beach-Cup: Spitzensport vor mäßig vollen Zuschauerreihen

Von: Guido Jansen
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Luke dicht: Hier wird Jonas Schröder (hinten) noch heftig von Armin Dollinger geblockt. Am Ende feierte Schröder trotzdem seinen zweiten Sieg im Jülicher Sand in Folge. Foto: Guido Jansen
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Ehre, wem Ehre gebührt: Konkurrenten und Sponsoren feieren die gekrönten Britta Büthe und Jonas Schröder. Foto: Guido Jansen
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In dem Moment bejubelt Britta Büthe (hinten) den Titelgewinn beim Einladungsturnier.

Jülich. „Auf Wiedersehen. Bis zum nächsten Jahr“, sprach Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn am Ende der Siegerehrung des Beachvolleyball-Turniers um den DKB-Beach-Cup am Sonntag im Jülicher Brückenkopf-Park in das Mikrofon. Dass das renommierte Einladungsturnier für die besten Sand-Volleyballer Deutschlands weiter geht, steht damit also fest.

Die Sponsoren haben zugesagt. „In Jülich, oder in Düren“, sagte Spelthahn dann ein paar Minuten später, bevor alle Macher, die im kleinen Kreis zusammenstanden, auseinandergingen. Bleibt das Sandspektakel in Jülich oder kehrt es zurück zu seinem Ursprung nach Düren? „Das wird zu diskutieren sein“, sagte Spelthahn.

Offiziell gilt das Turnier ohnehin in gewisser Weise als ausgeliehen, weil der Stammplatz auf dem Dürener Rathausvorplatz umgebaut wird. Fakt ist aber auch, dass das Turnier sich in Jülich schwer tut. Sonntag waren die Tribünen bei bestem Wetter nie spärlich besetzt, aber erst recht nicht voll. „Wir sind trotzdem zufrieden“, sagte Spelthahn. „Das Turnier hat viel Konkurrenz, was Veranstaltungen angeht.“

Zufrieden sind die Macher mit der Resonanz vermutlich trotzdem nicht. Denn eigentlich passt alles. Jahr für Jahr ist Deutschlands Elite der olympischen Sportart am Start, der sportliche Leiter Bernd Werscheck hat häufig die Qual der Wahl, was die Teilnehmer angeht. Die Profis kommen gerne. Das liegt einerseits am Modus, mit wechselnden Partnern, statt wie sonst üblich mit festen Duos zu spielen.

„Das macht am Ende der Saison einfach richtig Spaß“, sagte Britta Büthe, Vize-Weltmeisterin 2013, deutsche Meisterin 2014 und gut eine halbe Stunde nach dieser Aussage auch die neue Königin des Jülicher Sandes. „Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, wollen alle gewinnen, wenn sie auf dem Feld stehen“, erklärte Büthe, warum der Ehrgeiz der Teilnehmer im Brückenkopf-Park von Spiel zu Spiel erkennbar zunahm und in den letzten Spielen so etliche Ballwechsel verursachte, die mit Szenenapplaus bedacht wurden.

Beispielsweise den krachenden Blockpunkt im Tiebreak des letzten Spiels, den Jonas Schröder setzte. Ausgerechnet Schröder, den einzigen Abwehrspieler, der mit 1,88 Metern 16 Zentimeter kleiner ist als der zweitkleinste Spieler im Teilnehmerfeld, das sonst nur aus Blockern bestand. Schröders Block markierte das 11:6 im Tiebreak und war der entscheidende Punkt, mit dem er sich letztlich zum König krönte. „Ich hatte schon ein bisschen Druck, weil ich als einziger Abwehrspieler natürlich gewinnen wollte“, sagte der Student der Ethnologie. Ziel erreicht. „Im nächsten Jahr komme ich wieder und verteidige meine Krone.“

Dass die Kleinen nicht immer das Duell Abwehrspieler gegen Blocker gewinnen, wurde bei den Frauen deutlich. Denn Britta Büthe ist Blockerin, genau wie Teresa Mersmann. Sie bildeten im letzten Spiel des Tages ein Team und hatten mit Büthes regulärer Partnerin Carla Borger sowie Kim Behrens zwei Abwehrspielerinnen gegen sich. Bei den Frauen gewannen die Großen; standesgemäß mit einem Blockpunkt. Alle kündigten an, im nächsten Jahr wiederkommen zu wollen.

Genau wie Julius Brink, der Goldmedaillengewinner von 2014, der im Frühjahr verletzungsbedingt Schluss gemacht hat. Die Zuschauer hatten die seltene Gelegenheit, Brink noch einmal im Sand zu sehen, bei einem Einlagespiel. Wiederholung geplant.

Die Frage ist offenbar nur, ob sie in Jülich stattfindet – oder in Düren.

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