Düren - B56n: Der Zeitplan ist in Gefahr

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B56n: Der Zeitplan ist in Gefahr

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Bis Mitte des Jahres werden die Archäologen – verstärkt durch ein zweites Team – auf der Trasse der B56n noch arbeiten. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Der Bau des ersten Teilstücks der Dürener Ostumgehung B56n wird sich verzögern – im schlimmsten Fall um ein Jahr. Ursprünglich sollte der erste Abschnitt zwischen der Firma Neapco und der Kölner Landstraße im Frühjahr 2017 fertiggestellt und dann auch direkt für den Verkehr freigegeben werden.

Das vor allem vor dem Hintergrund, dass der dauerhaften Überschreitung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte im Bereich der Euskirchener Straße nur mit einer Verlagerung des Verkehrs auf die B56n begegnet werden kann.

Funde in größerer Menge

Dass der Termin Frühjahr 2017 für das vier Kilometer lange Teilstück der Umgehung noch eingehalten werden kann, glaubt beim Landesbetrieb Straßen NRW inzwischen offenbar niemand mehr. Der Grund: Seit August arbeitet ein Team von Archäologen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege auf der Trasse – auf der Suche nach Überresten des alten Ortes Miesheim. Ein Ende der Arbeiten ist bisher nicht definitiv absehbar.

Arnd Meyer, Projektleiter bei Straßen NRW, ging Mitte November noch davon aus, dass die Archäologen noch „einige Wochen“ beschäftigt seien, dann die Ausschreibung der Baumaßnahme erfolgen könne. Aus den „einigen Wochen“ werden nun allerdings Monate. Arnd Meyer: „Aktueller Stand ist, dass die Archäologen derzeit davon ausgehen, noch bis Ende Mai vor Ort beschäftigt zu sein.“ Bei weiteren Funden könnte es auch länger dauern.

Grabungsleiter Michael Meier vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege ist da noch zurückhaltender: Eine verbindliche Angabe, wann mit dem Ende der Arbeiten zu rechnen sei, könne man nicht vorhersagen. Schneider: „Vor uns liegen sechs Untersuchungsfelder. An dem größten Feld, dem Ersten, arbeiten wir. Wir werden aber demnächst ein zweites Team einsetzen, um die Arbeiten zu beschleunigen.“ Dass sich die Arbeiten hinziehen, hat einen simplen Grund: „Wir haben Funde in dieser Menge nicht erwartet.“ Neben Gräbern, die inzwischen gesichert wurden, sind die Archäologen auch auf mittelalterliche Grundmauern gestoßen – ein Hinweis auf den früheren Ort Miesheim.

Erst nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen kann Arnd Meyer von Straßen NRW den Bau des Teilabschnittes der Ostumgehung dann ausschreiben – frühestens also im Juni. Bis zur Auftragsvergabe könnte es dann Herbst werden. Bei einer ursprünglich geplanten Bauzeit von anderthalb Jahren würde die Fertigstellung im Frühjahr 2018 erfolgen – dabei sollte die komplette Ostumgehung bereits spätestens Ende 2018 befahrbar sein.

Im Zeitplan liegen hingegen die Arbeiten im Bereich des 2. Bauabschnittes zwischen Kölner Landstraße und der B56. Östlich der neuen Brücke Schoellerstraße wird mit Hochdruck an der Fertigstellung an einer weiteren Bahnbrücke gearbeitet. Vorgegeben wird der Zeitplan hier von der Deutschen Bahn. Ernst Gombert, der für Straßen NRW auch schon den Bau der Schoellerbrücke begleitet hat: „Bis Ende April wird die Betonkonstruktion fertig sein, dann sollen die ersten Stahlträger über die Gleise geschoben werden.“ Eine weitere Sperrpause ist für Mitte Juli vereinbart.

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