Düren - Auto Club Europa: Kein Schulweg in Düren ist gefährlich

Auto Club Europa: Kein Schulweg in Düren ist gefährlich

Von: dzu
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Wie sicher sind die Schulwege im Kreis?: Der ACE hat bei Stichproben im Kreis keine gravierenden Mängel festgestellt. Foto: ddp

Düren. Wie steht es um die Sicherheit auf Schulwegen? Eine Frage, die sich viele Eltern auch im Kreis Düren täglich stellen. Ob zu Fuß, per Bus, Fahrrad oder Mofa - der Schulweg sollte so wenig Gefahrenquellen wie möglich beinhalten.

Mit der Frage der Sicherheit auf Schulwegen hat sich im letzten halben Jahr nicht nur die Dürener Polizei, sondern auch der Auto Club Europa (ACE) beschäftigt. Die Untersuchung von bundesweit 283 Schulwegen lief unter dem Motto „Schulweg-Doktor”.

Dabei wurden auch in und um Düren Schulwege besichtigt, und mithilfe einer Checkliste nach dem Ampelprinzip in die Gefahren-Stufen Grün (sicherer Schulweg), Gelb (einige Mängel) und Rot (gefährlicher Schulweg) eingeteilt. Die gute Nachricht vorweg: Als gefährlich wurde kein Schulweg in und um Düren bewertet.

„Baulich haben wir kaum Mängel an den Wegen in Düren festgestellt”, ist Stefan Rakowski, Regionalbeauftragter des ACE, zufrieden. Vielmehr sei gerade die „Übervorsicht” einiger Eltern die Hauptgefahrenquelle direkt in der Nähe der Schule. Denn:„90 Prozent aller Schulwegunfälle passieren auf dem letzten Kilometer zur Schule”, erklärt Rakowski.

Eltern würden oft viel zu nah an Schule und Haltebuchten fahren, um ihren Sprössling möglichst direkt am Gebäude abzusetzen oder abzuholen. Dies gefährde widerum andere Kinder.

Auch Verkehrserziehung ist der Dürener Polizei und dem ACE ein wichtiges Anliegen - für Kinder sowie für deren Eltern. „Das Anschnallverhalten hat sich in den letzten Jahren auf jeden Fall positiv entwickelt”, freut sich Polizeihauptkommissar Wolfgang Franzen.

Dennoch seien viele Eltern schwer zu überzeugen, ihre Kinder auf „der kurzen Strecke” anzuschnallen oder sie beispielweise nicht zur Straßenseite hin aussteigen zu lassen. „Wir bemühen uns um Vorbeugungsmaßnahmen”, betont Frenzen.

Von Kindergarten bis Sekundarstufe II würden regelmäßig Trainings und Gespräche angeboten. „Am besten wäre sogar, wenn Verkehrssicherheit Pflichtfach werden würde”, wünscht sich Rakowski für die Zukunft.

Mit auffälligen Mängeln wie versperrten Gehwegen oder unlesbaren Hinweisschildern kann man sich direkt an Polizei oder den ACE wenden. Und ganz wichtig: Eltern sollten sowohl auf die Sicherheit des eigenen Kindes, als auch auf die der anderen Schüler Rücksicht nehmen.
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