Ausbildungsbörse: Vorgeschmack aufs mögliche Berufsleben

Von: sj
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Im Rahmen der Ausbildungsbörse in der Arena hatten die Schüler die Chance, mit Azubis von rund 70 Unternehmen ins Gespräch zu kommen und sich aus erster Hand zu informieren. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Was genau machen eigentlich Bürokaufleute? Welche Chancen bietet das Handwerk? Welche Möglichkeiten gibt es im Gesundheitswesen? Diese Fragen konnten rund 1200 Schüler am Freitag in der Arena Kreis Düren stellen – und sie hatten gute Chancen, auch eine Antwort zu erhalten.

Im Rahmen der Ausbildungsbörse des Kreises präsentierten sich 70 Unternehmen, die auf der Suche nach Azubis sind. Informationen aus erster Hand rund ums künftige Berufsleben gab es auch von Azubis, die den Schülern Rede und Antwort standen.

Organisiert wurde die Börse von der Jobcom des Kreises Düren und der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Industrieverbänden von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung, der Kreishandwerkerschaft und der Wirtschaftsförderung des Kreises.

Aktuell sind 1954 potenzielle Auszubildende bei der Arbeitsagentur gemeldet, 743 von ihnen sind noch auf der Suche nach einer passenden Stelle. Von 1419 gemeldeten Ausbildungsstellen sind 632 derzeit noch unbesetzt. „Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen im Kreis Düren ist hoch“, sagte Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen-Düren.

Gleichzeitig reife auch die Erkenntnis bei den Unternehmen, dass nicht nur die „110-Prozent-Kandidaten“ eingestellt werden können, fügte Anette Reinholz von der Wirtschaftsförderung hinzu. Dies sei auch dem demografischen Wandel geschuldet.

Die Bereitschaft in Unternehmen wachse, Schüler sehr frühzeitig zu unterstützen, die aufgrund gewisser Defizite beispielsweise bei schulischen Leistungen und im Sozialverhalten womöglich noch nicht ganz ausbildungsreif sind. Sowohl Jobcom als auch Arbeitsagentur haben viele Möglichkeiten, sogenannte ausbildungsbegleitenden Hilfen zu finanzieren. „Diese Möglichkeiten werden verstärkt nachgefragt“, sagte Martina Forkel von der Jobcom.

Die Ausbildungsbörse soll Jugendliche dabei unterstützen, mit potenziellen Arbeitgebern Kontakte zu knüpfen und sich ein möglichst realistisches Bild der einzelnen Berufe zu machen. Darüber hinaus luden einige Unternehmen zu praktischen Übungen ein.

Wie wichtig eine Ausbildung ist, zeigen Zahlen der Arbeitsagentur: Ein Drittel der Menschen ohne Arbeit habe keine abgeschlossene Ausbildung, und die Gefahr, arbeitslos zu werden, sei ohne Ausbildung vier Mal höher.

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