Auf einen kalten Sommerstart folgt feuchte Wärme

Von: kjl
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Kreis Düren. Wochenlang hat sich der erste Sommermonat äußerst wechselhaft und fast drei Grad zu kalt präsentiert. Erst in der letzten Juniwoche wendete sich das Blatt und ein feuchtwarmer Witterungscharakter stellte sich ein.

Die Aussagekraft des Temperaturmittelwertes ist also von geringer Bedeutung. In Nörvenich und Zülpich lag er bei 15,4 Grad (negative Abweichung 0,9 Grad). Es war allerdings das niedrigste Junimittel seit 1991 (damals 13,7 Grad).

Nachdem im Mai der erste Sommertag in den Niederungen bereits zehn Tage zu spät eintraf, war diesmal der erste Hitzetag ebenfalls deutlich verspätet (zwölf Tage). Erst am 2. oder 3. Juli wurde verbreitet die 30-Grad-Schwelle überschritten. Die ausgeprägte Schafskälte nach Pfingsten lieferte sogar noch einmal Bodenfröste (im Rurtal -1,7 Grad am 6).

Der kälteste Tag des Monats war unbestritten der 6. Juni mit Höchsttemperaturen von nur 8,5 Grad in Schmidt und 11,5 Grad in Düren. Ganz anders das Bild am Monatsende. Am 30. Juni schwitzten alle ohne zu arbeiten bei bis zu 29 Grad. Vettweiß war der Hitzepool mit 30,9 Grad (Drove 30,2).

Die Zahl der Sommertage lag in den Höhengebieten bei 0 bis 2 und im Dürener Bördenraum bei nur durchschnittlichen 5 bis 7 (vom 24. Juni bis zum 5. Juli gab es zwölf Sommertage in Folge).

Nicht überragend, eher durchschnittlich waren auch die Sonnenstundenzahlen im Kreisgebiet. Die gewittrigen Luftmassen verdeckten in den Niederungen zusätzlich die Sonneneinstrahlung, was man an folgenden Summen sieht: Heimbach 186 Stunden, Langerwehe 191 Stunden, und Düren 203 Stunden.

Unwetter und schwere Sturmböen blieben im Juni bis auf den 26. und 27. unbedeutend. Die maximalen Regenmengen fielen meist auf den 11. oder 27. Juni, waren aber extrem unterschiedlich. Hier die größten Mengen: Brandenberg 41 l (27.), Schmidt 39 l (11.), Vossenack und Drove 33 l (11.).

Bleibt zum Abschluss noch eine kurze Beurteilung der Regenmengen. Selten mussten wir - durch fehlende Trockenperioden - unentwegt Blumen gießen oder Felder bewässern, im Gegenteil, selbst die Zuckerrüben stehen im Flachland wie eine Eins aufrecht und dunkelgrün in den Feldern. Die Getreideernte hat in den ersten Julitagen schon eingesetzt, wurde aber von den Gewittern am 3. Juli wieder gestoppt. Normalerweise lagen die Regensummen im östlichen Kreisteil zwischen 45 und 75 l/qm (95-110 Prozent des Mittels). In der Rureifel stiegen sie deutlich an: Heimbach 100 l, Vossenack 104 l, Drove 112 l und Brandenberg 139 l/qm.
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