Auf der Straße und in der Wohnung: Trickbetrüger beklauen Senioren

Von: red/pol
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Kreis Düren. Die Hemmschwelle für Trickbetrüger scheint immer weiter zu sinken: Gleich drei Mal sind in dieser Woche Senioren im Kreis Düren Opfer solcher Fallen geworden. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen scheint nicht zu bestehen. Doch das Ergebnis ist gleich: Skrupellos ausgenutzte Menschen, die verunsichert zurückbleiben.

Ein 81-Jähriger war an der Alten Turmstraße in Aldenhoven mit seinem Rollator unterwegs. Es war gegen 15.45 Uhr am Dienstagnachmittag, als er von einem Fremden angesprochen wurde. Dieser bat ihn darum, einen 50-Euro-Schein zu wechseln. Der Senior zückte hilfsbereit sein Portemonnaie. Doch dann griff der Täter, ein etwa 35 bis 40 Jahre alter Mann mit leicht untersetzter Figur, blitzschnell zu. Er entnahm der Geldbörse die darin enthaltenen Scheine und rannte in Richtung Marienstraße davon.

Am Mittwoch ereignete sich eine ähnlich dreiste Tat auf der Bahnhofstraße in Jülich. Ein 77-Jähriger wurde gegen 14:30 Uhr auf einem Parkplatz von einer männlichen Person ebenfalls um das Wechseln von Kleingeld gebeten. Hier bemerkte der Geschädigte erst später, dass der Unbekannte während des Wechselvorgangs in das Lederetui gegriffen und 100 Euro entwendet hatte. Der Täter wird beschrieben als etwa 50-jähriger Mann mit einer geschätzten Körpergröße von 1,75 Meter. Er hat braune Augen, dunkles kurzes Haar und trug eine Brille. Er war unrasiert, bekleidet mit einem schwarzen Anzug samt Krawatte und war der deutschen Sprache nicht mächtig. Insgesamt vermittelte der Mann ein südeuropäisches Erscheinungsbild.

Etwa um 17 Uhr am Mittwoch klingelte es in der Tischlerstraße in Hoven an der Tür einer 91-jährigen Frau. Die Bewohnerin öffnete und ließ zwei fremde Frauen vermutlich unter dem Vorwand einer Spendensammlung in ihre Wohnung ein. Aus ihrem Portemonnaie nahm die Seniorin zehn Euro als Spende . Als die Frauen die Wohnung wieder verlassen hatten, fiel der Geschädigten das Fehlen ihrer Geldbörse mitsamt der 90 Euro Inhalt auf. Der Versuch, die Täterinnen einzuholen, misslang. Doch die 91-Jährige konnte noch beobachten, dass die beiden Frauen, von denen die eine schlank und die andere etwas korpulenter erschien, in einen hellen Pkw stiegen und davon fuhren.

Die Polizei warnt davor, Fremde in die eigenen Wohnräume einzulassen oder sich auf der Straße durch unbekannte Personen, die ein Anliegen vortäuschen, bedrängen und überlisten zu lassen. Die Täter gehen geschickt vor, suchen sich Opfer in fortgeschrittenem Alter und nutzen deren Hilfsbereitschaft schamlos aus!

Angehörige werden gebeten, gerade ältere Menschen dahingehend zu sensibilisieren und mögliche Verhaltenweisen abzustimmen. Die Polizei berät kostenlos zum Thema Prävention und Opferschutz. Hinweise auf verdächtige Beobachtungen zu den geschilderten Taten nimmt die Einsatzleitstelle der Polizei unter der Telefonnummer 02421/949-6425 entgegen.

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