Auf der Kirmes hat es dann so richtig „gefunkt“

Von: fjs
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Sind in Jüngersdorf angekommen und feiern dort Diamantene Hochzeit: Grete und Johann Offergeld, die nach der Umsiedlung seit 1995 in Jüngersdorf wohnen. Foto: Fred Schröder

Jüngersdorf. Sie sind zwar beide „Ur-Indener“, aber inzwischen angekommen an ihrem neuen Wohnort Jüngersdorf. Dort fühlen sie sich auch wohl. „Wir sind hier sehr freundlich empfangen und gut aufgenommen worden“, sagen Johann und Grete Offergeld, die seit rund zehn Jahren in ihrem schmucken Eigenheim am Indener Weg wohnen und dort nach sechs Jahrzehnten Ehe am Montag, 27. Juni, das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern.

Und trotzdem: An ihrem Geburtsort Inden, der den RWE-Baggern zum Opfer gefallen ist, hängt immer noch ihr Herz. Wen wundert es, denn Johann Offergeld (85) war mehr als 50 Jahre Corpsführer beim Spielmannszug Inden, und Ehefrau Grete führte 36 Jahre ihr Textilgeschäft in Inden. „Da geht man nie so ganz“, sagen die Eheleute. Und Johann Offergeld, dem ein besonderes Zeichentalent in die Wiege gelegt wurde, hat einen Kalender mit Bildern seines Elternhauses gefertigt. Überhaupt zieren seine Bilder das neue Domizil am Indener Weg.

Schon von Kindesbeinen an kannten sich Johann Offergeld und Grete Böhlen, bevor es bei der Kirmes so richtig „funkte“. Am 27. Juni 1956 schlossen sie den Bund fürs Leben. Natürlich in Inden. Aus der Ehe des Kaufmännischen Angestellten, der mehr als 40 Jahre bei der Firma Zigarren-Schmitz in Jülich tätig war, und seiner Frauen gingen je zwei Töchter und zwei Söhne hervor. Inzwischen sind fünf Enkel dazugekommen.

So es das Geschäft und die Zeit zuließen, suchte das Ehepaar Entspannung bei Städtereisen. Die große Zeit der Reisen ist zwar vorbei, aber dafür bestimmt jetzt ein anderes Hobby den Tag des Ehepaares. Grete Offergeld ist eine Blumenfreundin; offenbar auch mit dem sprichwörtlichen „grünen Daumen“ gesegnet. Der tolle Garten um das Haus am Indener Weg legt dafür augenscheinlich Zeugnis ab. Jeden Tag pflegen die Eheleute ihr kleines Paradies, in dem sie angekommen sind. Auch wenn die Kohlebagger ihnen die Heimat raubten.

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