Kreis Düren - Auch nach dem Unterricht mit Feuereifer dabei

Auch nach dem Unterricht mit Feuereifer dabei

Von: ch
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Ohne Zweifel sehr begabt: Schüler des Dürener Gymnasiums am Wirteltor präsentierten im Haus der Stadt auf Einladung der Vereinigten Industrieverbände (VIV) ihre selbstgebauten Stirling-Motoren. Foto: ch

Kreis Düren. Daniela Dühr von den Vereinigten Industrieverbänden (VIV) hatte gerufen - und Dutzende von jungen Tüftlern und Forschern legten los, nicht nur in Stadt und Kreis Düren, sondern auch in Mechernich und Euskirchen.

Besonders motivierte Schüler waren aufgerufen, Projekte mit Wirklichkeitsbezug aus den Bereichen von Gentechnologie, Astrophysik, Textilchemie und anderen angewandten Wissenschaften zu verwirklichen. Was bei der VIV-Aktion, die mit der Unterstützung zahlreicher Unternehmen ins Werk gesetzt worden war, herausgekommen ist, war jetzt im Rahmen einer Präsentation in Dürens Haus der Stadt zu sehen.

Was die jungen Daniel Düsentriebs realisiert hatten, zeugte von viel Einsatzfreude: Alle Projekte wurden außerhalb der Unterrichtsstunden umgesetzt - und das, den Absichten der Industrieverbände gemäß, überwiegend im engen Kontakt mit der alltäglichen Wirklichkeit in den Betrieben. VIV-Öffenlichkeitsarbeiterin Daniela Dühr lobte bei der Präsentation in den höchsten Tönen: „Wir freuen uns über die große Motivation, mit der Schüler wie Lehrer bei der Sache sind.”

Mit den Intentionen, die hinter dieser VIV-Aktion (übrigens die inzwischen neunte) zur Begabtenförderung stehen, hielt Dühr nicht lange hinter dem Berg: „Es ist uns wichtig, die jungen Leute für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, und sie zu ermutigen, sich auch außerhalb des Unterrichts mit spannenden wissenschaftlichen Fragen zu beschäftigen.”

Die Resultate präsentierten die rund 150 Schüler, die als Mitglieder von 15 Arbeitsgemeinschaften an elf Gymnasien in den Kreisen Düren und Euskirchen etwas vorzuweisen hatten, voller Stolz. 13 Zöglinge des Dürener Wirteltor-Gymnasiums, darunter zwei Schülerinnen, ließen zum Beispiel selbstgebaute Modelle von frühindustriellen Stirling-Motoren surren und sausen. Der Pfiff bei der Sache: Die Nachbauten mussten mit der Flamme eines Bunsenbrenners auf Touren gebracht werden.

Vielfalt war Trumpf, auch und gerade bei Kübra Solak, Jana Bohsem und ihren Mitstreiterinnen von der Arbeitsgemeinschaft „Textilchemie” des gleichfalls in Düren ansässigen St.-Angela-Gymnasiums. Wie chemische Stoffe das Verhalten von Fasern beeinflussen: Die Kreisstädterinnen wussten so gut Bescheid, dass sie ihre wissenschaftlichen Erfahrungen sogar im offiziellen Teil mit einem Referat und anschaulichen Experimenten darstellen durften.

Die anderen von den VIV und ihren Mitgliedsunternehmen unterstützten Forscher-Junioren brauchten sich indes auch nicht zu verstecken und stellten ihre hoch entwickelten Begabungen eindrucksvoll unter Beweis. Die Delegation vom Science College Overbach in Jülich-Barmen zum Beispiel wusste ohne Umschweife zu erklären, was der Blick ins Weltall Menschen lehren kann. Wissenschaft gut verständlich dargestellt - eine Kunst, auf der sich auch Lehrer Horst Engels und die Seinen vom Stiftischen Gymnasium in Düren gut verstanden: Wie Physiker mit Spiegeln die Geschwindigkeit des Lichts bestimmen - mit ein bisschen Kopfzerbrechen konnten auch Laien einen Zugang zu dieser schwierigen Materie finden.

Der Bewunderung und vieler Komplimente konnten die von den VIV Geförderten jedenfalls sicher sein. So zollte ihnen Wolfgang Habrich, der Leiter des St.-Angela-Gymnasiums, seine „hohe Anerkennung”. Dass die Jugendlichen „über ihr Stundendeputat hinaus” engagiert gewesen seien, beweise: „Die Schule lebt!” Sehr zufrieden zeigte sich zudem Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren, die die VIV-Aktion mit gesponsert haben. Die gute Zusammenarbeit der Schüler mit der Wirtschaft, freute sich der Manager, habe unter anderem eines gezeigt: Dass es für die Unternehmen trotz aller Unkenrufe ein gutes Reservoir an Nachwuchskräften gebe.
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