Kreis Düren - Artenvielfalt und Klimaschutz stehen im Mittelpunkt

Artenvielfalt und Klimaschutz stehen im Mittelpunkt

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Weil zahlreiche neue Anlagen geplant sind, steht das Thema „Biogas im Kreis Düren - Klimaschutz versus Biodiversität” steht im Mittelkpunkt des BUND-Jahresprogramms. Foto: Abels

Kreis Düren. Die BUND-Kreisgruppe Düren bietet auch 2011 wieder ein vielfältiges Programm an. Es beinhaltet Exkursionen, Wanderungen, Besichtigungen, Vorträge, Kurse und Mit-Mach-Aktionen in Kooperation mit dem Verein „Langerweher Umwelt- und Naturschutz-Aktion (LUNA) und dem „Arbeitskreis Fledermaus”.

Im Zentrum steht eine Podiumsdiskussion zum Thema „Biogas im Kreis Düren - Klimaschutz versus Biodiversität” im Anschluss an die Jahreshauptversammlung im Komm-Zentrum in Düren am 31. März. Bis zu zehn Biogasanlagen sollen im Kreis Düren in Planung sein. „Wenn der vorrangige Rohstoff Mais sein sollte, melden wir Widerstand an. Maismonokulturen gefährden die Vielfalt von Flora und Fauna in unserer Region”, erklärt der BUND-Kreisvorsitzende Walter Jordans.

Und er gibt weiter zu bedenken: Erneuerbare Energien seien nicht grundsätzlich gute Energien. Jede Energienutzung sei ein Eingriff in die Natur - in Stoff- und Wasserkreisläufe, Landschaft, Boden. Aber anders als Kohle, Erdöl, Erdgas und Uran seien Wind-, Sonnen-, Bioenergie potenziell nachhaltig. „Das heißt, dass im Falle von Biogas sorgfältig abzuwägen ist zwischen einer auf maximalen Energieertrag ausgerichteten Bewirtschaftung und einer an ökologischen Kriterien orientierten Landnutzung. Insofern kann die Biogaserzeugung die Artenvielfalt gefährden, sie muss aber nicht”, führt Jordans aus.

Viel zu tun für das Saftmobil

Das „Dürener-Saft-Mobil” , das die BUND-Kreisgruppe in Kooperation mit der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA), betreibt, wird 2011 verstärkt im Einsatz sein. Weil im vergangenen Jahr bei vier Terminen insgesamt sechs Tonnen Äpfel gepresst wurden, werden in diesem Jahr neun Termine verteilt im ganzen Kreisgebiet angeboten.

Die DGA wird in Düren (Glashüttenstr.16) weitere Angebote machen. „Also pflücken und sammeln Sie Ihr Obst, wir machen den Saft und Sie genießen. Das ist praktischer Naturschutz, durch Wertschätzung zum Erhalt wertvoller Lebensräume”, ruft Jordans auf.

Der BUND bietet aber auch Naturerlebnis bei geführten Wanderungen, Exkursionen und Spaziergängen mit ausgewiesenen Fachleuten. Und wer aktiv sein will kann beim Obstbaumschnitt, beim Ernten und Apfelsaftpressen oder beim Bau von Nistkästen mit Kindern mitwirken, erklärt Dr. Reinhard Schultz-Hock, zweiter Vorsitzender der Kreisgruppe.

Beim sonntäglichen Energie-Stammtisch in der Gaststätte St. Martin in Langerwehe will der BUND in diesem Jahr Schwerpunktthemen anbieten, beispielsweise „Brandschutz bei PV-Anlagen”. Los geht´s am 27. Februar, 11 bis 12.30 Uhr.

Das Programm ist im Kreishaus, in Rathäusern, Kirchen, Kindergärten und Schulen ausgelegt.
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