Arbeitslosenzahlen im Kreis Düren: 11.396 Menschen suchen eine Stelle

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Die Zahl der Erstanträge bei der Arbeitsagentur ist im März gesunken. Die Arbeitslosenquote im Kreis Düren liegt bei 8,6 Prozent. Foto: ddp

Kreis Düren. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Düren ist im März gegenüber dem Vormonat um 164 Personen oder 1,4 Prozent gesunken. Insgesamt sind 11.396 Menschen arbeitslos. Die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III liegt im Berichtsmonat bei 3539.

Das sind 153 oder 4,1 Prozent weniger als im Februar. Verglichen mit dem Vormonat gibt es im Rechtskreis SGB II, im Volksmund Hartz-IV genannt, einen Rückgang von 11 Personen oder 0,1 Prozent auf 7857 arbeitslose Menschen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,6 Prozent. Im Vormonat betrug sie 8,8 Prozent, im Vorjahresmonat 8,4 Prozent.

„Trotz der unverändert kritischen konjunkturellen Verfassung zeigt sich im März die saisontypische Frühjahrsbelebung”, erklärte Harald Küst, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Düren. Mit Beginn der günstigeren Witterung wurde wieder verstärkt Beschäftigung in Außenberufen aufgenommen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zeige, dass der Arbeitsmarkt auch unter wirtschaftlichem Druck dem „normalen” Verlauf folge. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den 20- bis unter 25-Jährigen weise darauf hin, dass viele Absolventen dualer Ausbildungsgänge den Abgang aus der Arbeitslosigkeit geschafft haben”, sagte der Leiter der Arbeitsagentur.

Im März meldeten sich 2084 Männer und Frauen (davon SGB III: 1 144 und SGB II: 944) neu oder erneut arbeitslos. Das waren 16 oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat. Die Zahl der Personen, die sich unmittelbar nach Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos meldeten, betrug im Berichtsmonat 722 (davon SGB III: 594 und SGB II: 128). Das sind im Vergleich zum Februar insgesamt 30 Personen mehr (davon SGB III: plus 56 und SGB II: minus 26).

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 480 Personen gezählt, die nach einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung arbeitslos wurden. Das sind 36 Personen weniger als im Februar. Den im März arbeitslos gewordenen Menschen standen im gleichen Zeitraum 2151 Männer und Frauen gegenüber, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten.

Insgesamt wurden im Kreis im März 1390 jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren erfasst. Gegenüber Februar ist dies ein Rückgang um 101 Personen oder 6,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat handelt es sich um eine Minderung von 73 oder 5,0 Prozent junger Frauen und Männer. Es wurde ein minimaler Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Älteren verzeichnet. Im Februar waren im Agenturbezirk 2676 ältere Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet.

Im Kreis Düren waren im März 720 Stellenangebote registriert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 45 Stellen oder 6,7 Prozent mehr. Die Kurzarbeiterregelung ist auch im laufenden Jahr ein wichtiger und unverzichtbarer Puffer gegen Entlassungen, sagte Harald Küst. Nach ersten Erkenntnissen haben die Anzeigen Kurzarbeit im März 2010 abgenommen. Bis zum 25. März wurden neun Anzeigen für Kurzarbeit erfasst, mit rund 86 Personen.

„Es passiert noch viel”

„Auf dem Ausbildungsmarkt kommt es zu keinem Einbruch”, bilanzierte Küst. „Trotz vorsichtig verhaltener Stimmung der Betriebe bin ich zuversichtlich”, sagte er. Die ausgeglichene Zwischenbilanz auf dem Ausbildungsmarkt lese sich auf den ersten Blick eher positiv. Es gebe sogar einen Anstieg bei den gemeldeten Ausbildungsplätzen und auf der anderen Seite auch einen minimalen Anstieg bei den Bewerberzahlen. „Es kommen verstärkt Jugendliche zur Berufsberatung, um mehrere Eisen im Feuer zu haben. Das ist vernünftig”, so Küst.

Rund 1500 Jugendliche meldeten sich seit Oktober bei der Arbeitsagentur, um Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu erhalten. Etwa 900 von ihnen haben bis jetzt noch keine Stelle gefunden. „In den nächsten Monaten passiert noch viel”, ist Küst optimistisch.

Gute Chancen haben Jugendliche jetzt aus Sicht der Agentur noch im Büro- und Verwaltungsbereich (96 unbesetzte Stellen) sowie in den Metall- und Elektroberufen (139 unbesetzte Stellen). Aber auch in allen weiteren Bereichen hätten Jugendliche noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Sehr erfreulich sei der Zuwachs bei den gemeldeten Ausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die aktuelle Steigerung 25,4 Prozent entsprechend 213 Stellen. Betriebe und Verwaltungen meldeten seit Oktober 1052 Ausbildungsstellen.

Wer jetzt noch auf der Suche ist, sollte flexibel sein. „Wichtig ist die Überlegung nach Alternativen zum Berufswunsch und auch beim Ausbildungsort”, rät Harald Küst. Wer für seinen Ausbildungsplatz umziehen oder pendeln muss, wird von der Agentur finanziell unterstützt. Lob und Anerkennung zollt Küst den Bewerbern aus dem Kreis. Die Analyse der Statistik zeigt, dass Bewerber bis nach Aachen, Köln und Bonn pendeln, um den ersehnten Ausbildungsplatz zu bekommen.
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