Kreis Düren - Arbeitsagentur fördert unbürokratisch Sprachkurse für Flüchtlinge

Arbeitsagentur fördert unbürokratisch Sprachkurse für Flüchtlinge

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Die Asylbewerberinnen Anxhela Shobanoj aus Albanien (l) und Fadmuo Ali aus Somalia erhalten einen Deutschkurs von einem ehemaligen Lehrer. Foto: /dpa

Kreis Düren. Als Grundlage zur Integration in Arbeit kann die Arbeitsagentur Aachen-Düren jetzt auch Basis-Sprachlehrgänge für Flüchtlinge finanzieren. Bislang war dies nur bei beruflich ausgerichteten Sprachkursen möglich.

Profitieren können Personen, die wahrscheinlich dauerhaft in Deutschland bleiben und bislang noch nicht an einem Integrationskurs oder Sprachkurs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge teilgenommen haben.

Die Voraussetzungen für ein solches, bislang einmaliges Vorhaben der Bundesagentur für Arbeit sind mit der jüngsten Änderung des Asylrechts (Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz) von der Bundesregierung geschaffen worden.

Eine zeitliche Begrenzung der Gesetzesänderung erfordert allerdings schnelles Handeln für die Einrichtung entsprechender Kurse. Wesentliche Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer bis zum 31. Dezember 2015 mit dem Kurs beginnen.

„In den Sprachkursen sollen Flüchtlingen, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist, Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermittelt werden. Die Kurse werden schnell und unbürokratisch im Sinne einer Soforthilfe gefördert“, sagt Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Ziel ist die Vermittlung von Basiskenntnissen der deutschen Sprache innerhalb von acht Wochen.

Neben zertifizierten Trägern können auch Volkshochschulen und die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassenen und bei der Durchführung von Sprachkursen erfahrenen Träger die Kurse durchführen. Die Beantragung oder der Nachweis einer „Zulassung“ durch die Arbeitsagentur ist nicht erforderlich.

Die Akquise und Zuweisung für die Sprachkurse liegt bei den Trägern. Träger, die die erforderliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit besitzen, sowie die Volkshochschulen können sofort mit der Akquise entsprechender Teilnehmer beginnen.

„Die regionalen Bildungsträger sind nun gefordert, schnell die Voraussetzungen für den Start der Sprachkurse zu schaffen“, appelliert Hilger an die Beteiligten.

Die Agentur für Arbeit leistet die finanzielle Unterstützung. Pro Teilnehmer soll der Kurs 220 Stunden umfassen und mit einem Zertifikat abschließen. Seitens der Arbeitsagentur werden die Lehrgangs- und Fahrtkosten finanziert.

Informationen sind unter www.arbeitsagentur.de zu finden. Falls Träger Fragen zum Verfahren haben, können sie sich an die örtlichen Ansprechpartner der Arbeitsagentur wenden.

Dort stehen Spezialisten im Team „Early Intervention“ für Rückfragen gerne zur Verfügung. Diese erreicht man über die kostenfreie Hotline-Nummer 0800/4555500.

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