Arbeiten auf der Bahnstrecke Düren-Langerwehe verzögern sich

Von: Carsten Rose/red
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Frisch saniert: An der Dampfmühlenstraße wurde eine 60 Jahre alte Stahlbrücke durch einen neuen Stahlbetonrahmen ersetzt. Dort kam es zu Problemen bei den Arbeiten. Foto: Rose
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Auf dem Bild sieht man den Kran, der den Rahmen gehoben hat. Foto: Rose

Düren/Langerwehe. Eine „komplizierte“ Angelegenheit seien die Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Düren und Langerwehe gewesen, und deswegen hat sich die ursprünglich bis Dienstag, 10 Uhr, vorgesehene Streckensperrung bis Freitag verlängert.

Wie ein Bahnsprecher am Dienstag mitteilte, versuchte die Bahn zunächst, die Probleme bis Mittwoch „zu Betriebsbeginn um 4 Uhr“ behoben zu haben – mit der Einschränkung, dass „man bei Baustellen nie so genau weiß“, wie lange es dann tatsächlich dauert. Am Mittwoch bestätigten sich die Bedenken: Die Baustelle muss bis Freitag ausgeweitet werden.

Auf dem Streckenabschnitt wurden drei Brücken saniert. Die Bahnübergänge an der Dampfmühlenstraße in Derichsweiler und der Weierstraße in Schlich stammten aus dem Jahr 1947 und waren aus Stahl, die Brücke über den Essigbach in Gürzenich war 150 Jahre alt.

„An allen drei Übergängen wurden über Pfingsten Stahlbetonrahmen eingesetzt“, erklärte der Bahnsprecher. Die Investitionen belaufen sich auf 5,1 Millionen Euro – ob es aufgrund der Verspätung noch teurer wird, konnte der Sprecher am Dienstag „nicht seriös“ beantworten. Zwischen dem 29. Mai und dem 3. Juni liefen die Vorarbeiten.

Probleme in Derichsweiler

Grund für die längeren Arbeiten waren laut Bahn technische Probleme beim Abbruch der Brücke über der Dampfmühlenstraße in Derichsweiler. „Die Bausubstanz war deutlich fester als angenommen“, sagte der Bahnsprecher. Zudem hätte es mehrere „Maschinenschäden“ gegeben, und die Arbeiter hätten einen größeren Umweg zu der Brücke über der K 45 in Richtung Schlich in Kauf nehmen müssen. Somit verlängerten sich auch dort die Arbeiten. „Man muss bedenken, dass die komplette Logistik mit dem ganzen Material den Ort wechseln muss. Das dauert“, sagte der Bahnsprecher weiter.

Betroffen waren die Regionalexpress-Linien 1 und 9 sowie die Regionalbahn-Linie 20. Die Fernverkehrszüge der ICE-Linie 79 mussten umgeleitet werden. Bahnreisende mussten 45 bis 60 Minuten mehr Zeit einplanen. Zwischen den Bahnhöfen Langerwehe und Düren verkehrte am Dienstagmorgen aufgrund der Sperrung ein Schienenersatzverkehr mit vier Bussen – das führte zur Stoßzeit anfangs zu Problemen.

Ab dem Nachmittag waren dann sechs Busse im Einsatz. „Dass es zu Verspätungen gekommen ist, ist nicht vermeidbar gewesen, weil wir unvorgesehenerweise länger auf den Schienenersatzverkehr angewiesen waren. Und dafür mussten wir erst einmal Partner finden, die die Busse bereitstellen.“ Zur Hauptverkehrszeit am Abend zwischen 17.30 Uhr und 20 Uhr setzte die Bahn zusätzlich zwei Pendlerzüge ein, die auf einem der zwei Gleise fuhren. Nach 20 Uhr fuhr nur noch ein Zug.

Wie viele Pendler von der verlängerten Sperrung betroffen waren, konnte Holger Klein vom Zweckverband Nahverkehr Rheinland nicht genau sagen, da keine Zahlen für einzelne Streckenabschnitte vorliegen. Aber: „Der RE 1 ist der meistgenutzte Regionalzug in NRW, und der RE 9 liegt auf Platz drei. Deswegen schmerzt die Baustelle umso mehr.“

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