Düren - Annakirmes: Mehr Schlägereien und 347 Tempoverstöße

Annakirmes: Mehr Schlägereien und 347 Tempoverstöße

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Düren. Knapp 50 Einsätze verzeichnet die Polizei im Zusammenhang mit der Annakirmes. Damit ist die Zahl der Einsätze insgesamt leicht zurückgegangen. Allerdings verzeichnet die Statistik der Polizei gleichzeitig mehr Fälle von Körperverletzung. Waren es im vergangenen Jahr noch vier, sind in diesem Jahr sieben.

Kurz nach dem Höhenfeuerwerk am Freitagabend explodierte auch bei drei jungen Besuchern aus umliegenden Gemeinden die Lage: Eine 16-Jährige war ihrem ein Jahr älteren Ex-Freund und dessen neuer Begleiterin begegnet. Der Streit wurde zum offenen Konflikt und endete in gegenseitigen Körperverletzungen.

Kurze Zeit später verletzte ein Unbekannter zwei junge Männer aus Düren. Diese standen in einer Schlange vor einer Herrentoilette, als ihnen vom stillen Örtchen ein lauter, hektischer Kerl entgegenkam, der seine Platzrunde fortsetzen wollte. Weil er aber nicht schnell genug vorankam, verschaffte er sich Platz und stieß mit den Ellenbogen um sich.

Gegen 1.45 Uhr kam es zu einer weiteren Schlägerei. Einige Kirmesbesucher hatten den Zapfenstreich mit ihren Trillerpfeifen eingeleitet. Die gut gelaunte Gruppe geriet in den Fokus einiger junger Männer. Die wollten das Pfeifen nicht länger anhören und setzten ihren Willen handgreiflich durch. Dabei wurde ein 26-Jähriger aus Titz verletzt.

Mit einem Gegenstand hat ein Unbekannter zwei junge Männer im Gesicht verletzt, die am Freitagabend an der Cannstatter Straße auf ein Taxi warteten. Einer der Männer musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Möglicherweise war der südländische Mann für weitere Köperverletzungen während der Kirmes verantwortlich.

Auch am Freitagnachmittag war es auf dem Kirmesplatz zu Rangeleien gekommen: Ein 45-Jähriger aus Düren hatte an einem Fahrgeschäft mit einer Wasserpistole herumgespritzt. Das führte zu einem Streit mit anderen Kirmesbesuchern, in dessen Verlauf der Dürener mit Pfefferspray um sich gesprüht haben soll. Bei der Rangelei erlitten vier Personen leichte Augenverletzungen. Gegenüber den Beteiligten sprach die Polizei Platzverweise aus. In einem Strafverfahren sollen die genauen Umstände noch geklärt werden.

Bereits am Donnerstagabend war es an einem Autoscooter zu einer Schlägerei gekommen. Ein 15-Jähriger aus Langerwehe wurde dabei im Gesicht verletzt. Gegenüber der Polizei gab er an, von einer Gruppe junger Männer grundlos provoziert und geschlagen worden zu sein.

Auch den Verkehr hatte die Polizei im Blick. Drei Autofahrer müssen ihren Führerschein für einige Zeit abgeben, weil sie mit mehr als 80 Stundenkilometern durch die 30er-Zone auf der Aachener Straße gebraust sind. Dort hatte die Polizei während der Kirmeswoche die Geschwindigkeit der Autofahrer gemessen. 347 Fahrer hat die Polizei mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt. Trauriger Spitzenwert: 86 km/h.

In 321 Fällen wurde ein Verwarnungsgeld erhoben, 26 Fahrer waren so schnell, dass sie mit einem Bußgeldverfahrens rechnen müssen. Darüber hinaus wurden 195 Verkehrsteilnehmer wegen Parkverstößen, falschem Abbiegen und verbotswidrigem Wenden geahndet. Unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln hatten sich zwei Fahrer ans Steuer gesetzt. Zweimal wurde die Polizei wegen Ruhestörungen zum Platz gerufen.

Die Stadt hat in der Kirmeswoche 16 Autos abschleppen lassen. Außerdem wurden vom Ordnungsamt 377 Knöllchen an Falschparker verteilt.

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