Annakirmes: „In Düren stimmt die Mischung noch“

Von: Stephan Johnen
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Die Mischung auf dem Kirmesplatz habe gepasst und auch viele Familien und junge Kirmesfreunde angelockt. Spätestens beim Feuerwerk am Freitagabend waren auch die Regentage Anfang der Woche vergessen. Foto: Abels, Johnen
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Die Mischung auf dem Kirmesplatz habe gepasst und auch viele Familien und junge Kirmesfreunde angelockt. Spätestens beim Feuerwerk am Freitagabend waren auch die Regentage Anfang der Woche vergessen. Foto: Abels, Johnen
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Kein Spitzenjahr, aber auch kein Grund zum Jammern: Platzmeister Achim Greiff und Schausteller-Chef Hans-Bert Cremer zogen am Sonntag eine positive Bilanz. Foto: Abels, Johnen
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Die Mischung auf dem Kirmesplatz habe gepasst und auch viele Familien und junge Kirmesfreunde angelockt. Spätestens beim Feuerwerk am Freitagabend waren auch die Regentage Anfang der Woche Foto: Abels, Johnen

Düren. Wer über die Annakirmes 2016 redet, wird um die Themen Wetter und subjektives Sicherheitsempfinden nicht herumkommen. „Nach einem richtig guten Auftaktwochenende hatten wir zwei regnerische Tage, die deutlich schwächer waren“, blickte Hans-Bert Cremer am Sonntag auf eine Kirmeswoche zurück, die „wie im Flug“ vergangen sei.

Davon abgesehen sei derzeit deutschlandweit auf den Volksfesten zu beobachten, dass sich weniger Menschen auf den Weg machen. Cremer spricht angesichts der jüngsten Anschläge und Amokläufe von einem „verhalteneren“ Zuspruch. „Die Kirmes ist so sicher wie es geht“, betonte er. Die verstärkte Polizeipräsenz auch in Düren habe er begrüßt. „Ob an den Eingängen die Polizisten aber mit Maschinenpistolen stehen müssen, ist eine andere Frage.“

Unter dem Strich seien der Vorsitzende des Dürener Schaustellerverbandes und seine auswärtigen Kollegen aber mit der Kirmeswoche zufrieden. „Es war kein Spitzenjahr. Aber wir hatten eine gute Kirmes“, bilanzierte der Schausteller-Chef. Ein Lob geht auch an die Verantwortlichen vor Ort. „Der Platzmeister hat eine gute Kirmes aufgebaut. In Düren stimmt die Mischung noch“, ist Cremer überzeugt, dass das Angebot auf dem Annakirmesplatz alle Generationen und alle Zielgruppen anspreche. „Hier gibt es keine ‚Verballermannisierung‘, die ich leider auf anderen Plätzen beobachte.“ Die Annakirmes sei nach wie vor ein Volksfest, keine „Partymeile“.

Ein Punkt, der auch Platzmeister Achim Greiff von der Stadt Düren wichtig ist. „Mich hat es gefreut, dass sehr viele Familien den Weg auf den Platz gefunden haben“, sagte er. In diesem Jahr habe es verhältnismäßig viele Überkopf-Fahrgeschäfte gegeben, umso wichtiger sei es, auch für den „gemütlicheren Kirmesgänger“ Angebote zu machen und ausreichend „Ruhezonen“ auf der Kirmes anzubieten. Apropos Ruhe: „Wir haben selten eine so entspannte Kirmes gehabt. Das Funkgerät hat kaum auf sich aufmerksam gemacht. Es gab Jahre, da stand es gar nicht still“, spricht Greiff von einem recht ereignislosen Jahr. Die erhöhte Polizeipräsenz und der Einsatz der städtischen Ordnungskräfte hätten offenbar dazu beigetragen, manchen Heißsporn schon im Vorfeld abzukühlen.

Die Dürener Polizei kann diese Einschätzung nicht teilen. Die erhöhte Präsenz habe nicht dazu geführt, dass die Beamten weniger zu tun hatten. Sprecher Ralf Meurer: „Im vergangenen Jahr hat es auf der Annakirmes acht Körperverletzungen gegeben. In diesem Jahr waren es schon am Sonntagmittag elf.“ Die Zahl der Diebstahlanzeigen sei stabil geblieben. 15 Besuchern seien Handy oder Bargeld entwendet worden.

Die erhöhte Polizeipräsenz und eine damit verbundene höhere Kontrolldichte habe aber dazu geführt, dass Polizisten viel häufiger als in den vergangenen Jahren Drogen oder verbotene Gegenstände wie Messer und Schreckschusspistolen bei Kirmesbesuchern gefunden haben.

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