Düren - Annakirmes: Ein Neuheiten-Spektakel mit Höhenrekorden

Annakirmes: Ein Neuheiten-Spektakel mit Höhenrekorden

Von: Jörg Abels
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Der „Infinity“ stellt alle bisherigen XXL-Schaukeln von der Größe, aber auch mit einem Looping in 65 Metern Höhe in den Schatten. Foto: Abels
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Mit 15 Spezialfiguren aus den USA, einer Feuer-Kanone und CO2-Effekten wartet die neue Geisterbahn „Zombie“ auf, die im Juni Premiere feierte. Foto: Abels

Düren. Jupp Hoefnagels bedient entspannt den Joystick seiner Funkfernbedienung. Es dauert nur wenige Minuten, dann haben Hydraulikzylinder die mächtigen Stützen des 2,5-Millionen-Euro teuren „Infinity“ in die Höhe gedrückt.

„Früher hätte ich für so eine Aktion Stunden und einen großen Autokran benötigt“, erklärt der Niederländer. Das größte transportable Überschlagkarussell der Welt mit einer Loopinghöhe von 65 Metern ist die Neuheit des Jahres auf Deutschlands Volksfesten.

Seit der Premiere Anfang Juni in Pforzheim ist der „Infinity“ überall der Hingucker, zuletzt auf der Düsseldorfer Rheinkirmes. Und daran wird sich sicherlich auch auf der am Samstag beginnenden Annakirmes nichts ändern, auch wenn es diesmal auf dem Rummel besonders hoch hinausgeht. „Wir präsentieren so viele Hochfahrgeschäfte wie noch nie“, erklärt der für die Platzvergabe zuständige Steuerausschussvorsitzende Hubert Cremer. Er freut sich auch auf den 55 Meter hohen Propeller „Booster Maxxx“ und direkt daneben auf den 80 Meter hohen „Sky-Fall“-Turm, die den Besucher auf dem Achterbahnplatz empfangen werden, auf dem mit dem „Drifting Coaster“ eine weitere Saisonneuheit steht.

Die Achterbahn wartet nicht nur mit den bekannten Steil- und Slalomfahrten auf, sondern auch mit freischwingenden Gondeln, die sich während der nahezu 60 km/h schnellen Fahrt bis zu 120 Grad neigen. Cremer strahlt. Die Auswahl der Fahrgeschäfte – allein elf Düren-Neuheiten – hat im Vorfeld bereits für Furore gesorgt. Und er dankt ausdrücklich Platzmeister Achim Greiff für die „optisch gelungene Umsetzung der politischen Vorgaben“.

„Die Annakirmes wird ihrem Ruf als Premiumkirmes mit einer Mischung aus Neuheiten und Bewährtem wieder einmal gerecht“, freut sich auch Dürens Schaustellerchef Bert Cremer, der von einem entspannten Aufbau spricht. Jupp Hoefnagels ist am Mittwoch einer der wenigen Schausteller, die noch mit dem Aufbau beschäftigt sind.

„Wir hoffen jetzt auf eine fröhliche und friedliche Annakirmes“, betont Greiff. Für die notwendige Unterstützung des Wettergotts wollen die Schausteller in der Annakirche eine ganz besondere Kerze anzünden, die Bert Cremers Dürener Kollegen vor wenigen Wochen von einer Schaustellerreise aus Rom mitgebracht haben. Bert Cremer appelliert an die Besucher, sich von den Anschlägen und Bluttaten der vergangenen Tage nicht die Lebensqualität und den Spaß nehmen zu lassen. „Es wäre der verkehrte Weg, jetzt verängstigt zu Hause zu bleiben.“

Die Polizei hat – wie berichtet – ihr Sicherheitskonzept noch einmal angepasst und wird ihre Präsenz erhöhen. „Wir haben Maßnahmen ergriffen, um etwaigen Szenarien entgegenwirken zu können“, versichert Einsatzleiter Robert Houben. Auch wenn es hundertprozentige Sicherheit nun einmal nicht geben könne, betont er: „Wir glauben, dass wir gut aufgestellt sind.“

Und das wird der Besucher auch sehen. Neben der schon bewährten Videoüberwachung des Haupteingangs Aachener Straße kündigt Houben auch selektive Kontrollen an den Eingängen an. Er wiederholt noch einmal die Bitte der Polizei, bei der Rummelrunde auf große Taschen zu verzichten, kündigt aber auch schon einmal an, dass seine Kollegen sicherlich den einen oder anderen Blick zum Beispiel in Rucksäcke werfen werden.

Sollte der Platz – was niemand hofft – einmal geräumt werden müssen, werden die Besucher über die Lautsprecheranlagen von zehn Fahrgeschäften über die Situation informiert, erklärt Achim Greiff. Aber natürlich hofft niemand, dass das in den vergangenen Jahren immer wieder angepasste Sicherheitskonzept einmal in einem Notfall umgesetzt werden muss. „Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass wir eine tolle Kirmes erleben werden“, spricht Bert Cremer nicht nur seinen Kollegen aus dem Herzen. Dafür werden sie bis zur Eröffnung am Samstag um 11 Uhr ihre Geschäfte herausputzen.

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