An einem Tag 1000 Kilometer durch die Eifel

Von: smb
Letzte Aktualisierung:
Biker
Während einige Biker die übliche Sonntagstour bevorzugen, wollen sieben Motorradfahrer aus Düren heute 1000 Kilometer durch die Eifel fahren. Foto: Sarah Maria Berners

Düren/Eifel. Verrückte Ideen entwickeln manchmal eine ganz eigene Dynamik: So war es eigentlich nur Spaß, als Herbert Tretting nach einer sonntäglichen 400-Kilometer-Tour der „V2 Free Biker“ im Internetforum „nächstes Mal fahren wir 600“ schrieb und in der Debatte aus den 600 plötzlich 1000 wurden.

Aber als die Idee einmal im Raum stand, hat der Ehrgeiz die Motorradfahrer gepackt. Von den 19 Fahrern und Fahrerinnen, die sich regelmäßig sonntags treffen, wollen sieben Herren es jetzt wissen. „Die anderen haben uns für verrückt erklärt“, sagt Herbert Tretting lachend.

Am Samstagmorgen um sechs Uhr starten die sieben Dürener Biker zur ihrer 1000-Kilometer-Tour durch die Eifel . Warum es ausgerechnet die Eifel sein muss? „Autobahn wäre doch langweilig. Das könnte ja jeder“, sagt Uli Pittke. Auf die ganz kleinen und hübschen Eifelsträßchen wollen die Biker ebenso verzichten – die Zeit drängt schließlich.

Eingezeichnet auf eine Karte sieht die geplante Tour der Biker ein wenig aus wie ein Kleeblatt. Von Düren aus geht es für die Motorradfahrer zunächst in Richtung Hohes Venn. Dann wollen die Männer Luxemburg ansteuern, um später in Richtung Prüm, Trier und Mosel aufzubrechen.

Der kleinste Tank bestimmt, wann Pausen eingelegt werden. Das dürfte etwa alle 150 Kilometer der Fall sein. Viele Pausen können die Motorradfahrer allerdings nicht einlegen, schließlich wollen sie zwischen 21 und 24 Uhr wieder in Düren ankommen. „Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung“, sagt Herbert Tretting. „Schließlich müssen wir uns die ganze Fahrt über 100-prozentig konzentrieren.“ Zeitig ins Bett gehen, um ausgeschlafen zu sein, war für die Bikern daher am Abend vor der Tour Pflicht.

Die Maschinen haben die Männer vor der 1000-Kilometer-Tour natürlich nochmal genau unter die Lupe genommen. „Wer liegen bleibt, wird zurückgelassen“, scherzen die Motorradfahrer am Tag vor der Tour . Ansonsten brauchte es nicht viel Vorbereitung. Auch in den Pausen soll alles flott gehen. „Zeit für ein Drei-Gänge-Menü werden wir nicht haben“, sagt Uli Pittke.

Auf die traditionelle Ausfahrt am Sonntag danach will der ein oder andere Biker dann aber lieber doch verzichten. 1000 Kilometer auf der Maschine müssen erstmal reichen.

Leserkommentare

Leserkommentare (97)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert