Amphibienwanderung steht bevor: Ehrenamtliche Helfer gesucht

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Kreis Düren. Regnerisches Wetter und Bodentemperaturen von über fünf Grad Celsius - das sind die Bedingungen, unter denen Amphibien ihre Winterquartiere verlassen, um ihre Laichgewässer aufzusuchen.

Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren weist deshalb darauf hin, dass in den nächsten Tagen mit Amphibienwanderungen auf den Straßen zu rechnen ist. Um die Tiere vor dem Überfahrenwerden zu bewahren, gibt es viele Amphibienzäune im Kreis Düren, die seit langem von Naturschutzverbänden und örtlichen Gruppen betreut werden.

Die ehrenamtlichen Naturschützer fangen die Tiere ein und tragen sie über die Straße, wo sie ihre Wanderung fortsetzen. Wer sich an den Amphibienzäunen, die etwa in Düren, bei Merken, Müddersheim und am Pierer Wald stehen, engagieren will, wendet sich an Gertraud Eberius (02421/54163) oder Achim Schumacher (02421/391374).

Appell an Autofahrer

Alle Fahrzeugführer werden gebeten, in den nächsten Wochen in den Bereichen, an denen die Helfer im Einsatz sind, besonders vorsichtig zu fahren. Ein Appell an alle: Die Amphibienschutzzäune dürfen nicht beschädigt werden.

Obwohl aus dem Wasser stammend, leben die meisten Amphibien an Land und suchen das Wasser nur noch zum Laichen, zur Fortpflanzung, auf. Jedes Frühjahr ziehen sie zu Hunderten aus ihren Winterquartieren über teils große Entfernungen zu ihrem Laichgewässer. Erstaunlich sind dabei ihre Zielstrebigkeit und ihr Orientierungssinn.

Durch den Bau von Straßen, durch Entwässern und Planieren von Feuchtgebieten, durch Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln etc. wurden und werden die Lebensräume der Amphibien zerschnitten oder zerstört. Etliche Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht. Nicht erst seit heute weiß man, dass Amphibien ein wichtiges Glied in der ökologischen Kette darstellen.
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