Kreis Düren - Aktion für Schüler: Labor und Werkstatt statt Klassenzimmer

Aktion für Schüler: Labor und Werkstatt statt Klassenzimmer

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Schüler, die eine Woche lang Berufsalltag und Berufsprofile kennenlernen möchten, können sich jetzt anmelden.
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Ellen Stollenwerk (l.), Theo Brauers und Brigitte Capune-Kitka stellten die Wettbewerbe „GoIng & GoJob“ sowie „GoIT“ vor.

Kreis Düren. Was muss ein Lack im Alltag alles aushalten können? Wie wird ein Feinstaub-Filter gebaut? Und an welche vermeintlichen Nebensächlichkeiten sollten Ingenieure und Projektplaner von Anfang an denken? Diesen Fragen können Schüler der Oberstufen von Gesamtschulen und Gymnasien kurz vor den Sommerferien auf den Grund gehen.

Der Verein „Antalive“ hat zwei Wettbewerbe ausgelobt, bei denen Schüler an angewandte Naturwissenschaften und Technik herangeführt werden sollen. Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch, mitten im Betriebsalltag von Unternehmen und Hochschulen aus dem Kreis Düren und der Städteregion Aachen (siehe Infokarten).

Wettbewerb von „ Antalive“

„Die Schüler arbeiten an einem realen Projekt mit“, erklärt Brigitte Capune-Kitka, die Vorsitzende des Vereins. „Die Erfahrungen, die die Teilnehmer dabei sammeln, kann keine Schule bieten“, ist Geschäftsführer Theo Brauers überzeugt. Und Ellen Stollenwerk vom Verein fügt hinzu: „Gleichzeitig können die Schüler so Unternehmen, Ausbildungsgänge und Berufsprofile kennenlernen.“ Theo Brauers ist überzeugt: „Die Schüler machen bei solchen Projekten freiwillig mit und sind sehr motiviert. Es ist keiner mit von der Partei, der nur teilnimmt, um nicht zur Schule zu müssen.“

„Antalive“ steht für „Angewandte Naturwissenschaften und Technik live erleben“. Der Verein managt das von der Agentur für Arbeit geförderte sogenannte „Zukunft durch Innovation“-Zentrum für den Kreis Düren und die Städteregion Aachen. Zu den Aufgaben gehört es, Schülern und Schulen Angebote in Form von Experimentierworkshops, Ferienkursen, Praktika und Wettbewerben zu machen und das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken.

Im vergangenen Jahr fand erstmals ein Schülerwettbewerb statt. „Das Pilotprojekt war schwierig“, räumt Brigitte Capune-Kitka ein, Unternehmen hätten im Vorfeld nicht hundertprozentig gewusst, ob es gelingt, die Schüler auch in reale Arbeitsprozesse einzubinden und innerhalb einer Woche ein gesamtes Projekt zu stemmen. „Die Erfahrungen bei Schülern und Unternehmen waren aber durchweg positiv“, berichtet Theo Brauers. In diesem Jahr nehmen mit 17 Firmen deutlich mehr teil, das Interesse sei geweckt. Zum Konzept dieses Berufsorientierungsangebotes, das stark auf selbstständiges Arbeiten setzt, gehört es auch, dass alle Gruppen einen „Messestand“ vorbereiten und den anderen Schülern sowohl das jeweilige Projekt als auch das Unternehmen vorstellen.

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