2500 Liter Wasser für Blumen und Bäume

Von: Sandra Kinkel
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Die Mitarbeiter des Dürener Service-Betriebs kümmern sich um die vielen Blümchen in der Innenstadt, die Menschen suchen eine Erfrischung in einem der zahlreichen Straßencafés: Sommer in der Stadt. Foto: Sandra Kinkel

Kreis Düren. Die 50 Kühe im Stall von Landwirt Hubert Viethen in Nideggen-Berg nehmen es gelassen. „Natürlich ist den Tieren warm“, sagt der Bauer. „Aber sie haben jederzeit die Gelegenheit, in den Stall zu gehen und Schatten zu haben. Und genug zu saufen haben sie auch. Für die ist die Hitze eigentlich kein großes Problem.“

Der Sommer ist im Dürener Land angekommen. Am Dienstag kletterte das Thermometer bis auf 29, 30 Grad, in den kommenden Tagen soll es aber noch heißer werden. Für das Wochenende sind an der Rur sogar bis zu 39 Grad angekündigt. Und was für den Einen Vergnügen pur mit Planschen im See und Eisessen bedeutet, ist für den Anderen einfach viel zu viel Hitze.

Klaus Schüller vom Dürener Badesse freut sich über die hohen Temperaturen. „Ich sage ja immer: Man könnte hier Urlaub machen, wenn nur das Wetter stimmen würde. Jetzt stimmt das Wetter, und ich denke, wir bekommen ein im doppelten Sinne ziemlich heißes Wochenende.“ Bis Dienstagmittag waren schon 500 Badegäste am See, am Samstag und Sonntag rechnet Schüller mit mindestens 5000 Besuchern. „Das Wasser ist im Augenblick 21 Grad warm. Das ist noch eine echte Abkühlung.“

Auch Jörg Tobeck vom Badesee in Echtz freut sich über die heißen Temperaturen – eigentlich. „Klar ist das toll, wenn ganz viele Leute zu uns kommen. Aber auf der anderen Seite bedeutet das für mein Team und mich natürlich monstermäßig viel Arbeit.“ Besonders seine Mitarbeiter in der Küche müssten jede Menge schwitzen. „Lavasteingrill und Friteuse – da kommen ganz schnell 65 Grad zusammen.“

Über Hitze am Arbeitsplatz können auch Gaby und Hans-Heinrich Reinartz, die in Düren eine Bäckerei betreiben, nicht beklagen. „Die Backstube wird schon 33 Grad warm“, sagt Gaby Reinartz. „Aber es ist schon viel besser als vor 20, 30 Jahren. Die Öfen sind heute besser isoliert und geben nicht mehr so viel Hitze ab.“ Grundsätzlich würden die Leute bei der großen Hitze auch weniger kaufen. Gaby Reinartz: „Es wird mehr Eis gegessen und weniger Kuchen. Darauf müssen wir uns einstellen.“

Ivo Bellenzier, der mit seiner Frau Susi in Nord-Düren ein Eiscafé betreibt, freut sich über den Sommer – und das nicht nur, weil das schöne Wetter an die Temperaturen im heimischen Italien erinnert. „Wenn es heiß ist, essen die Menschen auch mehr Eis. Alles über 33 Grad ist aber für uns schlecht. Dann trinken die Menschen mehr und essen weniger Eis.“

Für die Mitarbeiter vom Dürener Service-Betrieb (DSB), die in Sachen Müllabfuhr und Grünpflege unterwegs sind, ist die Hitze ein zusätzlicher Stressfaktor. DSB -Chef Richard Müllejans: „Bei 30 Grad in Schutzkleidung bei der Müllabfuhr zu arbeiten, ist sicherlich sehr anstrengend. Immerhin fangen die Leute schon morgens um 7 Uhr an, da ist es noch nicht ganz so heißt.“

Lange Mittagspausen wie in Spanien, gibt es beim DSB nicht, wohl aber Wasserspender als Erfrischung. Apropos Wasser: Auch die vielen Blumen und Jungbäume in der Stadt, müssen vom DSB in diesen Tagen natürlich vermehrt gegossen werden. Sarah Fuchs: „Wenn es so heiß ist, brauchen wir schon bis zu 2500 Liter Wasser jeden Tag.“

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