Aachen - Wie unterscheidet sich Ihr politisches Konzept von dem der anderen OB-Kandidaten?

Wie unterscheidet sich Ihr politisches Konzept von dem der anderen OB-Kandidaten?

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Kommunalwahl
Vor der Kommunalwahl am 25. Mai fühlen Schüler des Pius-Gymnasiums den OB-Kandidaten auf den Zahn. Julian Beck Teran fragt: Wie unterscheidet sich Ihr politisches Konzept ganz konkret von dem der anderen OB-Kandidaten?

Aachen. Wohnungsnotstand, Clubsterben, ÖPNV-Ausbau: Vor der Kommunalwahl am 25. Mai fühlen Schüler des Pius-Gymnasiums den OB-Kandidaten auf den Zahn. Die erste Frage an die Politiker kommt von Julian Beck Teran: Wie unterscheidet sich Ihr politisches Konzept ganz konkret von dem der anderen OB-Kandidaten?

Marcel Philipp, OB-Kandidat CDU

„Ich setze klare Prioritäten mit den folgenden Zielen: 1. Arbeitsplätze schaffen; 2. Familien stärken; 3. Lebensqualität sichern. In meiner bisherigen Arbeit ist dieses Konzept schon gut sichtbar. Die Bedingungen für Unternehmensansiedlungen konnten wir deutlich erleichtern, das Wachstum einiger Firmen befördern und zur Rettung von Bombardier/Talbot beitragen. Die Kinderbetreuung ist unser größter Posten bei Personalzuwachs und Investitionen. Und zur Lebensqualität gehört für mich neben einem attraktiven Stadtbild auch die Sauberkeit und Sicherheit in unserer Stadt, aber auch das vielfältige kulturelle Angebot in Aachen.“

Björn Jansen, OB-Kandidat SPD

„Mir sind konkrete Aussagen wichtig. Ich möchte: Die Betreuungsquote bei den Kindern U3 auf über 50 Prozent erhöhen; eine „Primus“-Schule in Aachen aufbauen und mit einem Inklusionsplan auch Menschen mit Behinderung besser einbinden; allen Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf mit einem individuellen Betreuungsprogramm erleichtern; in Aachen ein gewähltes Jugendparlament einführen; am alten Schlachthof ein neues Zentrum für die Kreativ- und Clubszene ansiedeln. Mehr Infos dazu haben wir auf der Homepage www.zuhauseinaachen.de zusammengestellt.“

Gisela Nacken, OB-Kandidatin Die Grünen

„Für mich ist Aachen vor allem eine junge Stadt. Mir ist daher die intensive Zusammenarbeit mit den Aachener Hochschulen wichtig. Dazu gehört auch, dass Wohnraum für junge Familien und Studierende bezahlbar bleiben muss, dass wir jungen Eltern eine gute Kinderbetreuung anbieten können, dass es Freizeit und Kulturangebote für junge Menschen in unserer Stadt gibt und Parks die Lebensqualität verbessern. Zwei weitere zentrale Punkte:Ausbau der Mobilität mit einem Mix aus Bussen, Fahrrädern und Carsharing, und die Vorbildrolle Aachens beim Ausbau regenerativer Energie sowie dem Energiesparen.“

Wilhelm Helg, OB Kandidat FDP

„Die FDP verspricht den Wählerinnen und Wählern nicht die Erfüllung aller Wünsche, sondern weist unter Hinweis auf die bedrohliche Schieflage des städtischen Haushalts immer wieder darauf hin, dass Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Diese sehen wir insbesondere im gesamten Bereich Bildung. Überteuerte öffentliche Großprojekte wie die Campusbahn oder die Erhöhung der städtischen Gewerbe- und Grundsteuern wird es mit mir als Oberbürgermeister nicht geben!“

Leo Deumens, OB-Kandidat Die Linke

„Die auch in Aachen zunehmende Armut ist nicht zu akzeptieren. Die Verantwortung hierfür trägt eine Politik auf Bundesebene, die Armut geschaffen und gefördert hat und deren Auswirkungen wir in den Kommunen erleben. Ein Oberbürgermeister muss diese Zusammenhänge zur Sprache bringen. Auf kommunaler Ebene sind ein Stromsozialtarif und ein Mobilitätsticket für max. 15 Euro wichtige Schritte, Menschen mit einem geringen Einkommen eine gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.“

Hans-Dieter Schaffrath, OB-Kandidat FW

„Unser Konzept hat einen ganz klaren Schwerpunkt: Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Betroffenen von Planungen stehen im Mittelpunkt. Siehe auch BI Münsterwald oder Bunker Rütscherstraße. Weiterhin entscheidend ist: Ich stehe zum dem, was ich sage, und ich handele auch danach. Damit macht man sich nicht unbedingt beliebt, gilt bei den etablierten Parteien und Teilen der Verwaltung als „Querkopf“, aber dazu stehe ich und werde es auch genauso weiter handhaben! Ansonsten kann ich an dieser Stelle nur empfehlen unser Wahlprogramm zu lesen, ich denke, dann wird es sehr deutlich werden.“

Horst Schnitzler, OB-Kandidat UWG

„Weg von Wachstum über alles, hin zu Transparenz und zur Reduzierung kostspieliger Korruption, Nutzung der Möglichkeit von Ratsbürgerentscheiden vor Entscheidungen wichtiger Projekte. In der Verwaltung brauchen wir Entscheidungsträger ohne Parteibuch. Förderung von Initiativen und Gemeinschaftsprojekten wie urbane Gemeinschaftsgärten, Lebensmittel retten und teilen, Schenkboxen für ein bedingungsloses Geben und Nehmen, Repair-Cafés, Tauschbörsen etc.“

Marc Salgert, OB-Kandidat Piratenpartei

„Wir wollen nicht nur, dass der Bürger alle paar Jahre sein Kreuzchen macht, sondern ihn viel öfters fragen und selbst entscheiden lassen. Wir möchten eine Transparenz von Politik und Verwaltung, die sich Frau Nacken und Herr Philipp nicht einmal ansatzweise vorstellen können. Wir fordern Offenlage aller Schattenhaushalte und nahezu aller Verwaltungsvorgänge. Nichtöffentliche Punkte sollen begründet werden. Politik soll mehr im Rat statt im Ratskeller stattfinden.“

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