Zwischenlager Jülich ist Thema im Landtag

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Castorbehälter im ungenehmigten Lager in Jülich. Foto: Uerlings

Jülich/Düsseldorf. In der aktuellen Plenardebatte des NRW-Landtags in dieser Woche wurde erneut über den Verbleib der Jülicher Castorbehälter diskutiert. Seitdem vor rund zwei Jahren zunächst die unverzügliche Entfernung der atomaren Brennelemente aus dem Forschungszentrum Jülich angeordnet wurde, seien von Seiten des zuständigen Ministeriums immer noch keine konkreten Schritte eingeleitet worden, erklärt dazu Josef Wirtz (MdL CDU/Jülich).

Die Fraktion der Piraten hat nun beantragt, ein neues Zwischenlager in Jülich zu bauen – anstatt die Behälter in das bestehende Zwischenlager Ahaus oder in die USA zu transportieren. Ein solcher Neubau eines Zwischenlagers in Jülich ist laut Wirtz „extrem aufwändig, würde massiv in das hiesige Naturschutzgebiet eingreifen und aufgrund der umfangreichen Genehmigungsverfahren etwa zehn Jahre dauern“.

In der Zwischenzeit würden die Brennelementekugeln weiter in dem ungenehmigten Zustand auf dem Gelände des Forschungszentrums aufbewahrt.

„Für einen so langen Zeitraum diesen genehmigungslosen Zustand zu dulden, halten wir für unverantwortlich. Besonders, da laut eines Gutachtens die aktuelle Lagersituation nicht erdbebensicher ist und Jülich als erdbebengefährdetes Gebiet eingestuft ist“, sagte der Jülicher CDU-Abgeordnete Josef Wirtz in seiner Plenarrede. Die CDU-Landtagsfraktion halte „den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich für die denkbar schlechteste aller Optionen“.

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