Zweiter Anlauf: Linnichs Grünen halten an Gesamtschule fest

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Linnich/Aldenhoven. Die Linnicher Grünen bedauern, dass die Linnicher und Aldenhovener Eltern nur 85 Schülerinnen und Schüler an der gemeinsamen Gesamtschule angemeldet haben. „Damit ist der Start der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich zum kommenden Schuljahr letztendlich doch gescheitert. Eine gute Chance zur Sicherung, sogar Aufwertung der Schulstandorte Linnich und Aldenhoven blieb ungenutzt“, kommentieren die Grünen das Ergebnis.

„Die Gründe sehen die Grünen vor allen Dingen in der Verunsicherung der Eltern, hauptsächlich verursacht durch den Widerstand der umliegenden Kommunen, besonders von Jülich und Titz. Diese massive Agitation hat niemand erwartet. Suboptimal war wohl auch die späte Genehmigung zur Gründung der Gesamtschule, da hätte die Kölner Bezirksregierung früher grünes Licht geben können.

Allerdings haben auch die Linnicher Parteien zu lange gebraucht, sich auf die Gründung einer gemeinsamen Gesamtschule zu einigen. Klare Kante gab es bei den Grünen.“

Die Antwort auf die Frage, wie es weitergehen soll, liegt für Linnichs Grüne auf der Hand. „Selbstverständlich muss es einen zweiten Anlauf geben. Eine Alternative, für Aldenhoven und Linnich ein Schulangebot der Sekundarstufe 1 (und 2) in Zukunft zu bieten, gibt es wohl nicht. Wie wichtig das für die beiden Kommunen ist, dürfte allen Bürgern und Bürgerinnen klar sein.

Um im zweiten Anlauf erfolgreich zu sein, schlagen die Grünen vor:

Innehalten, nachforschen, überdenken, genau planen, entschlossen gemeinsam anpacken.

Dazu gehört:

Eine Analyse und Ursachenforschung, um zu ergründen, warum der erste Anlauf keinen Erfolg hatte. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, Verbesserungspotentiale für den zweiten Anlauf zu finden.

Gemeinsam mit den Linnicher und Aldenhovener Fraktionen ein Gremium zu bilden, das Vorschläge für den zweiten Anlauf entwickelt.

Gespräche führen mit den betroffenen Eltern, dem Planungsbüro Komplan und der Bezirksregierung, um abzuchecken, welche Chance ein zweiter Anlauf hat.

Dabei gilt es zu prüfen, ob das Modell Blankenheim / Nettersheim (www.gesamtschule-blankenheim-nettersheim.de/) auch hier angemessener wäre, weil dann bei horizontaler Trennung der Standorte (Klassen 5 bis 9 hier, 10 bis13 dort) bereits 100 Anmeldungen ausreichend wären.

Hilfreich wäre auch, wenn alle Fraktionen der beiden Kommunen einstimmig den zweiten Anlauf befürworten würden. Misstöne aus der Politik sind kontraproduktiv.“

Die Linnicher Grünen bekräftigen ihre Überzeugung, dass es richtig sei, „hier vor Ort eine Gesamtschule zu gründen, weil diese Schule am ehesten den Zielen gerecht wird, kein Kind zurück zu lassen und Chancengleichheit zu verwirklichen. Sie kann wohnortnah allen Linnicher und Aldenhovener Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, alle qualifizierten Abschlüsse, vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur, zu erlangen.“

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