Jülich/Aldenhoven - Zwei „Schwarzarbeiter“ werden mit dem Goldenen Meisterbrief belohnt

Zwei „Schwarzarbeiter“ werden mit dem Goldenen Meisterbrief belohnt

Von: zts
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In vielen gemeinsamen Berufsjahren verbunden: Der Aldenhovener Bezirksschornsteinfeger Jakob Kupper und sein Jülicher Kollege Manfred Koscher wurden mit dem goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Foto: Zantis

Jülich/Aldenhoven. „Wir haben ein langes Berufsleben Schwarzarbeit ohne Strafe geleistet“, so kommentierten der Jülicher Bezirksschornsteinfegermeister Manfred Koschker und sein Kollege Jakob Kupper (Aldenhoven) ihre seit der Lehrzeit andauernde beruflich verbundene Freundschaft. Diese seltene Gemeinschaft hat mit der gemeinsamen Verleihung des goldenen Meisterbriefes eine zusätzliche Krönung erfahren.

Gemeinsam nahmen die „schwarzen Kollegen“ im Rahmen einer Feierstunde die von der Handwerkskammer Aachen überreichte Ehrung durch Kammerpräsident Dieter Philipp und Hauptgeschäftsführer Peter Deckers nebst Urkunde in Empfang. Bereits in den Lehrjahren waren die angehenden Schornsteinfeger über die Berufsschule verbunden. Auch in den Gesellenjahren gab es durch gemeinsame Lehrgänge und in den anschließenden Kursen für die Meisterprüfung häufiger Berührungspunkte, die sich bis in den familiären Bereich erstreckten.

Seit der gemeinsamen Meisterprüfung im Juni 1963 übernahmen die frisch gebackenen Bezirksschornsteinfegermeister verschiedene Kehrbereiche in der Region, ehe Manfred Koschker den Stadtbereich Jülich übernahm und Jakob Kupper im Gemeindebereich Aldenhoven tätig wurde. In ihrem langen und verantwortungsvollen Berufsleben, das immer wieder eine Anpassung an die sich verändernden Vorschriften und Bestimmungen beinhaltete, entwickelte sich auch die Heizungstechniken beständig.

Immer wieder gab es neue Anforderungen von der Kohle- und Koksheizung bis hin zu den weit verbreiteten Energieträgern wie Öl und Gas sowie den neuesten Festbrennstoffen. Dazu veränderten sich auch die Anforderungen für die Schornsteinfeger mit immer wieder neuen Vorschriften und heizungstechnischen Bestimmungen.

36 Jahre waren die wackeren Bezirksschornsteinfegermeister in der gesetzlichen Verantwortung ihres Berufes und in der Ausbildung tätig. „Aus all diesen Jahren“, so machten es die „Meisterkollegen“ deutlich, „könnten wir von vielen Erlebnissen und Begebenheiten in einem dicken Buch berichten“.

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