Zwei Nichten daheim sexuell missbraucht

Von: wos
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Aachen/Aldenhoven. Mit einem eher zögerlichen Geständnis begann am Mittwoch der Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs zweier zur Tatzeit erst neun- und zehnjähriger Mädchen.

Vor dem Aachener Landgericht ist der arbeitslose Heinz-Jürgen B. (44) aus Aldenhoven angeklagt, bei 13 Gelegenheiten seine beiden Nichten bei sich zu Hause sexuell missbraucht zu haben.

Es waren die Kinder eines seiner Brüder, die übers Wochenende zu dem Onkel kamen. Die Eltern lebten zur Tatzeit zwischen August und Oktober 2009 getrennt. B. gab an, schon vorher der Schwägerin im Haushalt und bei der Versorgung der Kinder zur Hand gegangen zu sein. Als die beiden Mädchen dann bei ihm übernachteten, machte er sich an sie heran.

Allerdings bestritt der aus einfachen Verhältnissen stammende Angeklagte, mit den Mädchen den Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, die Kinder nicht nur berührt und mit ihnen Erotikfilme geschaut zu haben, sondern auch mit seinem Penis in sie eingedrungen zu sein. Das stritt er mit den Worten ab, erklärte sein Verteidiger, das sei aber „nicht tief” gewesen.

Der Vorsitzende Richter Roland Klösgen hatte den Angeklagten zu Beginn des auf vier Tage angesetzten Verfahrens nachdrücklich auf die strafmildernde Wirkung eines sofortigen Geständnisses hingewiesen. Die Chance nutzte der Angeklagte halbherzig. Er behauptete sogar, das alles sei geschehen, weil die Zehnjährige ihn verführt habe. Der Prozess geht am 23. November weiter.
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