Zwei Brände im gleichen Haus: Kleinkind und Mann im Krankenhaus

Von: kvs/ma.ho
Letzte Aktualisierung:
dachstu
Der enstehende Dachstuhlbrand fraß sich an manchen Stellen durch die Dachhaut. Foto: R. Roeger

Aldenhoven. Bei einem Dachstuhlbrand in einem Mehrgenerationenhaus in Aldenhoven wurden am Donnerstagabend ein Dreijähriger und sein Großvater durch Rauchgas vergiftet und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Keine sechs Stunden später brannte es im gleichen Haus erneut.

Gegen 19.30 Uhr waren 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr ausgerückt, um den Brand in der Martin-Luther-Straße zu löschen. Die enge und zugeparkte Straße erschwerte die Arbeit der Feuerwehr, dennoch war der Brand schnell unter Kontrolle. Noch am Abend wurden „Knöllchen“ an verschiedenen Fahrzeugen angebracht.

Fünf Bewohner waren rechtzeitig ins Freie geflüchtet. Ein 50-Jähriger versuchte noch, den Brand selbst zu löschen, und vergiftete sich mit Rauchgas. Auch ein dreijähriges Kind wurde vergiftet. Die beiden Verletzten wurden in die Krankenhäuser in Jülich und Birkesdorf eingeliefert.

Während das Dachgeschoss nicht mehr bewohnbar war, blieben die restlichen Räumlichkeiten des Hauses relativ unversehrt. Nach ersten vorsichtigen Erkenntnissen wird Fahrlässigkeit als Ursache für den Brand angenommen. Der Brandort wurde von der Polizei abgesperrt.

Keine sechs Stunden später kam es erneut zu einem Brand in dem gleichen Haus und wiederum war das Dachgeschoss betroffen, was nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Polizei verwunderte. Laut Aussage des Wehrleiters Wilfried Theelen und der Polizei habe man nach dem ersten Brand schon alles Mögliche getan, um potentielle Brandnester zu eliminieren. Wärmebildkameras waren im Einsatz.

Auch bei diesem erneuten Einsatz mussten die Rettungskräfte teilweise Umwege fahren, weil Fahrzeuge die Zufahrt auf Martin-Luther-Straße versperrten. Teilweise hatten die Fahrzeuge noch die „Knöllchen“ vom Vorabend an der Windschutzscheibe, was Wehrleiter Theelen nur zu einem erbosten und verständnislosen Kopfschütteln bewegte.

Die Schadenshöhe beider Brände wird auf über 20.000 Euro geschätzt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert