Jülich - Zwei Ausnahmetalente in Jülich am Klavier

Zwei Ausnahmetalente in Jülich am Klavier

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Die 16-jährige Laida Hitaj begeisterte schon mit einem Chopin-Abend das Jülicher Publikum.

Jülich. Vor einigen Wochen gastierten in der Jülicher Schlosskapelle zwei junge hoch talentierte Pianistinnen mit jeweils einem Solo-Klavierabend. Es waren die damals erst zehnjährige Laetitia Hahn mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven und Mendelssohn und die 16-jährige Laida Hitaj mit einem Chopinabend.

Ihr Spiel löste beim Publikum überschwängliche Begeisterung und Bewunderung aus. Laetitia und Laida äußerten den Wunsch, in einem Konzert für Klavier und Orchester aufzutreten. Für die Elfjährige wäre dies ihr Orchesterkonzert-Debüt.

Das Collegium Musicum Jülich hat sich gerne kurzfristig zu einem Sonderkonzert entschieden und wird mit den beiden Musikerinnen am Sonntag, 9. November, um 18 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle Jülich konzertieren.

Laetitia und Laida sind beide Schülerinnen des bekannten Musikpädagogen und Pianisten Heribert Koch, unter dessen Leitung internationale Meisterkurse abgehalten werden.

Preisträgerinnen

Laetitia wurde schon im Alter von acht Jahren Jungstudentin an einer Musikhochschule. Sie gewann mehrere Musikpreise und trat unter anderem in der Essener Philharmonie, im Bonner Beethovenhaus, im Leipziger Gewandhaus und im Fernsehen auf.

Laida begann im Alter von vier Jahren unter der Leitung ihrer Mutter mit dem Klavierspiel und errang wenige Monate später einen Preis beim internationalen Wettbewerb in Italien. Es folgten weitere Wettbewerbspreise. Ihr Orchesterdebüt gab sie mit zwölf Jahren.

Es ist ziemlich ungewöhnlich, dass an demselben Konzertabend zwei Klavierwerke mit verschiedenen Solisten aufgeführt werden. Es sind dies das 2. Klavierkonzert B-Dur op.19 von Beethoven, dargeboten von Laetitia Hahn, und das 1. Klavierkonzert e-Moll op.11 von Chopin, gespielt von Laida Hitaj. Beide Werke sind im Stil und Charakter so unterschiedlich, dass sich ein wertender Vergleich nicht aufdrängt.

Das Collegium Musicum möchte beiden Pianistinnen die Chance eines Auftrittes mit Orchester in großem Rahmen geben. Sein 2. Klavierkonzert B-Dur, op. 19 verfasste Beethoven in den Jahren 1793 bis 1801 mit einigen revidierten Fassungen. Die Kadenz zum ersten Satz entstand erst 1809. Die Uraufführung des Werkes erfolgte bereits 1795. Die Komposition spiegelt durch die mehrfachen Revisionen die kompositorische Entwicklung Beethovens in jener Zeit wider. Das Werk ist dem Vorbild Mozart verpflichtet, weist aber besonders im 2. Satz in Beethovens kompositorische Zukunft.

Die beiden Klavierkonzerte von Chopin entstanden 1830 als Jugendwerke des 20-jährigen Komponisten, wobei das 1. Konzert in e-Moll später als das zweite veröffentlicht wurde, aber trotzdem die Nr. 1 erhielt. Chopin verlässt die Tradition von Mozart und Beethoven und stellt mit dem virtuosen Klavierpart den Solisten in den Vordergrund, während das Orchester begleitend zurücktritt und lediglich in der Introduktion die Spannung auf das Einsetzen des Solisten steigern soll. Pianistische Brillanz mit höchst virtuosem Spiel bestimmt das Geschehen. Das Collegium Musicum leitet den Abend ein mit der Ouvertüre zur Oper „Die Hochzeit des Figaro“.

Das Konzert steht unter der bewährten Leitung von Peter Sauerwein. Es findet statt am Sonntag, 9. November 2014 um 18 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Zitadelle Jülich.

Wegen der jugendlichen Alters der Solistinnen beginnt das Konzert schon um 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf beim Ticketservice der Buchhandlung Fischer, Jülich, Telefon 02461-937833, im Musikstudio Comouth Jülich, Telefon 02461-4949 sowie an der Abendkasse zum Preise von 14 Euro, ermäßigte Karten für Schüler und Studenten zum Preise von 7 Euro. Kinder bis 15 Jahren haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt.

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