Zustellstützpunkt Linnich: 40.000 Briefe, 3000 Pakete pro Woche

Von: Otto Jonel
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Ordnung macht die Arbeit leichter. Wie hier Teamleiterin Brigitte Thelen, sortieren die Zusteller jeden Morgen die Briefsendungen entsprechend dem Routenverlauf in ihrem Zustellbezirk vor. Foto: Jonel
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Eine Lkw-Ladung Pakete landet täglich im Linnicher Zustellstützpunkt an der Erkelenzer Straße.

Linnich. Das markante Gelb hat die Immobilie an der Erkelenzer Straße in Linnich noch nicht. Vielmehr herrscht immer noch das Grün der ehemaligen Raiffeisen Warenzentrale (RWZ) vor. Die hatte allerdings schon Mitte 2016 ihre Segel gestrichen und ihre Niederlassung in dem Städtchen an der Rur aufgegeben.

Eine ganze Weile tat sich nichts auf dem Gelände und in der großen Halle, dem ehemaligen Verkaufsraum mit seinem auf die ländliche Kundschaft ausgerichteten Warensortiment. Der Dornröschenschlaf währte allerdings nicht lange. Die Deutsche Post hatte die Immobilie ins Auge gefasst – und mittlerweile in Beschlag genommen. Ende des vergangenen Jahres richtete sie dort den neuen Zustellstützpunkt Linnich ein.

Der Auszug aus dem Gebäude an der Rurstraße, sozusagen im Herzen der Stadt, war unumgänglich. „Da waren wir räumlich schon eingeschränkt“, bringt es Post-Sprecher Dieter Pietruck auf den Punkt. Der Umzug vollzog sich in zwei Etappen. Ein halbes Jahr lang waren die Linnicher Zusteller in Jülich untergebracht – im zu klein gewordenen Jülicher Stützpunkt im Heckfeld. Im November ging es zurück nach Linnich. Das Postgebäude an der Rurstraße ist immer noch in Betrieb. Dort ist nach wie vor der gewohnte Schalterdienst und die Linnicher Postbank-Filiale.

Die neue Zentrale der Zusteller an der Erkelenzer Straße ist geradezu optimal. „Der rund 500 Quadratmeter große neue Zustellstützpunkt bietet den Zustellerinnen und Zustellern durch seine ebenerdige Lage beste Arbeitsbedingungen nach modernen postalischen Kriterien“, lobt Ralph Erdweg, Mitarbeiter im Zustellstützpunkt mit Leitung der Deutschen Post in Geilenkirchen.

Platz ist in der Tat ausreichend vorhanden in der großen Halle. Die eine Hälfte wird eingenommen von den Brieffächern. In sie sortieren die Zusteller die Briefsendungen und Karten ein – rund 40.000 Stück pro Woche – entsprechend ihrer Route durch ihren Zustellbezirk. Die Briefe sind bereits im Briefzentrum Aachen, der Knotenpunkt für alle ein- und abgehenden Briefsendungen der Postleitzahlenregion 52, vorsortiert, wenn sie in den Transportboxen in Linnich ankommen.

Gigantisches Wachstum

Die andere Hälfte der Halle ist den Paketen vorbehalten. Die werden jeden Morgen aus dem DHL-Paketzentrum Köln nach Linnich geschafft. Und letztlich sind sie der eigentliche Grund, weshalb sich die Post nach einem neuen Verteilstandort in Linnich umgeschaut hat. „Der Paketmarkt hat stark zugenommen“, sagt Pietruck. Mit dem „gigantischen Wachstum“ dieses Bereichs steigt entsprechend der Raumbedarf. „Wenn die Pakete hier morgens um halb neun ankommen, ist die Halle gut voll“, weiß Brigitte Thelen. Sie ist als Teamleiterin die Hausherrin im Linnicher Zustellstützpunkt.

Rund 3000 Pakete werden Woche für Woche von der Erkelenzer Straße aus in die einzelnen Bezirke und zum Empfänger gebracht – mit dem saisonalen Transporthöhepunkt um Weihnachten.

Natürlich stellen die „Postboten“ von einst trotz Motorisierung nicht alle Arten von Paketen zu. Die Grenzen sind klar umrissen: Ein Paket kann maximal 120 x 60 x 60 Zentimeter groß sein und darf höchstens 31,5 Kilogramm wiegen.

Verkehrstechnisch günstig

Der neue Zustellstützpunkt hat einen verkehrstechnischen Vorteil, der sich spätesten dann auszahlt, wenn die Rurstraße im Rahmen der Städtebaumaßnahme des Integrierten Handlungskonzeptes zur Großbaustelle wird. Von der Erkelenzer Straße kommen die zehn regulären Zusteller und die sechs Springer problemlos in ihre Bezirke, ohne unbedingt durch die Innenstadt fahren zu müssen.

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