Zum Jubiläum eine wortlose Gratulation

Von: ptj
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Die Seniorenstube feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

Kirchberg. Das Ehrenamtlerteam „Kirchberger Seniorenstube“ feiert Goldjubiläum. „Damals ist sie von der Kolpingsfamilie Kirchberg mit gegründet worden, wurde später aber selbstständig“, erzählte Pfarrer Dr. Peter Jöcken, der fast zeitgleich sein Goldenes Priesterjubiläum feiert. Nach Kirchberg kam er aber erst 1976.

Die Seniorenstube trifft sich einmal monatlich zu Hausmesse oder Wortgottesdienst, ein gemütliches Beisammensein schließt sich an. Jeder Monatstreff hat laut Ingrid Lücken-Lövenich ein Thema. Feste Termine sind natürlich die Hochfeste Ostern und Weihnachten. Im November ist St. Martin Thema, im Mai wird etwa eine Maikönigin gekürt, deren Haus mit einem Mai-strauß geschmückt wird. Im Oktober darf eine Weinkönigin nicht fehlen. Im Sommer ist ein Grillfest an der Reihe, im September erfreut sich der „Sitztanz“ großer Beliebtheit. Im Februar wird eine Karnevalsfeier im Jugendheim veranstaltet.

Aus Anlass des Jubiläums hatten die Senioren den Clown und Pantomimen „Scheibub“ alias Ghassan Sodah gebucht. Von ihm hatten sie bereits viel gehört und waren der Meinung, er würde „gut hier reinpassen“. Tatsächlich verstand es der Solo-Künstler in seinem flexiblen Programm als pantomimischer Clown sehr gut, sich spontan auf die Seniorenrunde nebst Pfarrer und Gemeindereferent Ralf Cober einzustellen, sie sogar inmitten der Kaffeetische in seine Präsentation einzubeziehen.

Ohne Worte animierte er zunächst sein Publikum ihm zu assistieren, etwa seine Weste mit Reinigungsnecessaire festzuschnüren. Im Laufe seiner Pantomime als Putzfrau richtete der geborene Jordanier doch das eine oder andere Wort an sein amüsiertes Publikum. Frohen Mutes gingen Ralf Cober und Ingrid Lücken-Lövenich „Scheibub“ beim vermeintlichen Durchschlagen seines Besenstiels zur Hand.

Auch im Pfarrer fand der Clown einen geeigneten Assistenten, allerdings erst, als er ihn gründlich entstaubt hatte. Jöcken sollte das unsichtbare Seil für seine Balancenummer halten, bei dem er allerdings weitere Unterstützung benötigte. Schließlich schwenkte „Scheibub“ um auf Karneval – nach einer Anleitung aus 1846! Der Publikums-Part bestand aus der überaus freudigen Ausrufung des Refrains: „Prinz Karneval ist da! Alaaf! Helau! Hurra...“

Einige Senioren erfreuten die Runde ferner mit einer kleinen amüsanten Büttenrede, natürlich in Mundart. Den Büttenrednern schloss sich auch Pfarrer Jöcken an, der seit „dressisch Joahr he wonnt un aal ene richtije Muttkrat ess“. Nach seiner Mundart-Gratulation trug er „zweisprachig“ das „Rheinische Grundgesetz“ nebst Präambel, Not- und Wohlstandsgesetz vor, frei nach Jöcken: „Alle Menschen sind gleich. Jede Jeck es anders.“ Die Seniorenrunde hatte merklich Spaß daran. Weitere Veranstaltungen zum Goldjubiläum werden folgen.

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