„Zukunftslabor Indeland“: Die Region zukunftssicher gestalten

Von: ptj
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„Wie werden wir in Zukunft ressourceneffizient leben?“: Es diskutieren (v.r.) Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland, Prof. Timo Leukefeld, Energiebotschafter der Bundesregierung, und Dr. Lars Kulik, RWE Power. Foto: Jagodzinska

Barmen. „Wie werden wir in Zukunft energetisch leben?“ Das war die Schlüsselfrage bei der vierten Fachtagung „Zukunftslabor Indeland“ im Barmener Science College. 200 Teilnehmer setzten sich mit Moderator Tom Hegermann (WDR) zum Thema „Wohnstandorte der Zukunft – Ressourceneffizient leben im ländlichen Raum“ auseinander.

 Eingeladen hatten die Entwicklungsgesellschaft Indeland und der Energieriese RWE Power. Gemeinsam haben sie bereits in den vergangenen Jahren Innovationen in der Entwicklung von Baugebieten unter dem Aspekt der ökologisch/ökonomischen Nachhaltigkeit umgesetzt. Indeland-Geschäftsführer Jens Bröker bezeichnete RWE als „aktiven und potenten Partner in der Strukturentwicklung“ und ergänzte: „Wertschöpfungspotenziale kann man nur gemeinsam entwickeln.“ Bröker verwies auf die bundesweite Vorreiterrolle der indeland GmbH mit ihren Faktor X-Modellprojekten, die auch „für den Handwerker zur Wertschöpfung führen. Das ist ein Markt“.

„Intelligent verschwenden“, lautete das Referatsthema von Prof. Timo Leukefeld, Energiebotschafter der Bundesregierung. „Wir haben kein Energieproblem“, sagte der Professor. Welche Technik sich durchsetzen werde, sei eine Lobbyentscheidung. „Eigentlich“ setze die Bundesregierung auf das Heizen mit Strom, was eine Marktverzerrung zur Folge habe. Sie müsse Fördermittel zurückfahren und sich „mehr Gedanken über die Einspeisung von Energien machen“. Leukefeld wünscht sich „mehr Technologieoffenheit“ und setzt klare Akzente auf Wärmespeicher, die überschüssigen Strom in Wärme umwandeln und speichern. „Wer Energie speichert und seinem Versorger zur Verfügung stellt, kann Geld verdienen und Energie intelligent verschwenden“, fasste er zusammen. Sonderkredite für Energieautarke würden auch wieder wirtschaftlich interessant. Nicht zuletzt sei beim energetischen Bauen die „Hülle mit der Technik abzustimmen“.

„Technologieoffenheit ist am Ende für uns alle wichtig“, nahm Dr. Lars Kulik, Leiter des Bereichs Braunkohleplanung und -ausrichtung bei RWE-Power, den Faden auf. Auf Anfrage, welche Maßnahmen RWE schon mitgefördert habe“, erwähnte er den „Klassiker Wärmepumpe“ und die „guten Erfahrungen“ mit dem Bonussystem als Anreiz für förderwürdige Einzelmaßnahmen in Baugebieten. Im Bereich der Bauflächenentwicklung der Region seien Faktor X-Siedlungen „der nächste Schritt. Wir setzen bewusst auf neue Technologien und Trends, die die Region auch in diesem Sektor zukunftssicher machen“, gab er die Richtung vor.

Warum ist das Bauen so teuer? Warum gibt es kein einheitliches Konzept? Nach Bekunden Leuke-felds gebe es zusammengefasst „zu wenig Beratungsinstanz mit praktischer Erfahrung“.

Bröker sagte: „Wir müssen Maßstäbe neu justieren, von der Fixierung auf scheinbar verlässliche Parameter abweichen“. Wie sieht ein energetisches Haus aus? „Häuser werden sich neben Aspekten regionaler Baukultur in ihrem Erscheinungsbild nicht wesentlich verändern“, schloss der Geschäftsführer der Indeland GmbH. Zu bedenken seien die Möglichkeiten des Wärmeschutzes und nicht zuletzt die physikalischen Eigenschaften der Baustoffe.

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