Welldorf/Jülich - Zukunft des Welldorfer Bades ungewiss

Zukunft des Welldorfer Bades ungewiss

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Statischer Problemfall: Die Decke über dem Lehrschwimmbecken der Grundschule Welldorf.

Welldorf/Jülich. Die Zukunft des Welldorfer Lehrschwimmbeckens bleibt ungewiss. Nach kontroverser Debatte wurde der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung („Das Lehrschwimmbecken an der GGS Ost wird aus der Nutzung genommen”) vom Haupt- und Finanzausschuss abermals vertagt.

In Anwesenheit zahlreicher Kinder, Eltern und Lehrer sahen sich einige Politiker außer Stande, eine Entscheidung zu treffen, da nicht alle Fakten vorlagen und in Erwägung gezogen werden konnten.

Vor allem die von Verwaltungsseite aufgezeigte Alternative im benachbarten Titzer Hallenbad wurde am Ende angezweifelt. Eine Sportlehrerin der GGS Ost hatte sich sachkundig gemacht und erklärte den Ausschussmitgliedern: „Das erste und zweite Schuljahr können da nicht schwimmen!” Schulleiterin Hildegard Jaek hatte dem Gremium die Folgen einer Schließung und mangelnder Ausweichmöglichkeiten deutlich gemacht: „Wir ziehen eine Generation von Nichtschwimmern heran.”

Und wenn Titz keine Alternative ist, müssen andere gefunden werden. Das wiederum verursacht Transportkosten. Von daher gab es von mehreren Fraktionen den Wunsch, die Kosten zu untersuchen. Das Gesamtpaket kommt dann auf Vorschlag von Bürgermeister Heinrich Stommel im Schulausschuss auf den Tisch.

Das Bad ist derzeit gesperrt, weil Sicherheitsstützen die darüber befindliche Decke absichern. „Die Stützen dürfen auf Dauer nicht bleiben”, erklärte Beigeordneter Martin Schulz am Donnerstag, und eine endgültige Sicherungskonstruktion koste 150.000 Euro.

Wenn man das Schwimmbecken anschließend wieder so herrichten würde wie vor der Schließung, würden weitere 80.000 Euro fällig. Damit sei aber der Bestand nicht langfristig gesichert, so Schulz. Es handle sich um ein „sehr altes Bad”, in dem die Technik nicht mehr lange lebe. Wann allerdings dieser Fall eintrete, sei nicht abzusehen. Ein Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt benennt Kosten von weiteren 727.000 Euro für eine Komplettsanierung und empfiehlt aufgrund dieses hohen Betrages die Schließung.

Dieser Argumentation schloss sich angesichts der defizitären Haushaltssituation die Verwaltungsspitze um Bürgermeister Heinrich Stommel an. Der Verwaltungschef: „Die Finanzsituation der Stadt ist als dramatisch anzusehen.” In dieser Situation seien „keine beliebigen Parallelstrukturen finanzierbar”. Damit meinte er das sanierungsbedürftige Lehrschwimmbecken Welldorf, zumal in Jülich in der Zukunft ein Leistungszentrum entsteht.

Ortsvorsteher Christian Klems entgegnete: „Wir haben die Chance, mit 80.000 Euro klarzukommen, um den Status Quo zu erhalten.” Er stellte die Unterstützung des Fördervereins der Schule und von ortsansässigen Firmen in Aussicht.
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