Zukunft der Gemeinde Titz: Bürger sind in fünf Bereichen gefragt

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
14880343.jpg
Zum Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept tritt die Gemeinde Titz in den Dialog mit Bürgern – wie hier in Ameln. Foto: Jagodzinska

Ameln. Mit fünf Auftaktveranstaltungen bietet die Gemeinde Titz ihren Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, sich mit Vorschlägen und Ideen von Beginn an in die Entstehung des „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK)“ einzubringen. Die Menschen in Ameln, Kalrath und Spiel wünschen sich Verkehrsberuhigung oder eine Packstation.

Der Arbeitsprozess wird mehrere Monate dauern. Damit erfüllt die Verwaltung die Vorgabe der Bezirksregierung, die unter anderem eine intensive Einbindung der Bürger erwartet, bevor konkret positionierte Zuwendungen beantragt werden können. Ziel des IKEK ist im weitesten Sinne die Zukunft der Gemeinde und ihrer Orte.

Im Konzept soll Handlungsbedarf in der gesamtkommunalen Betrachtung und den einzelnen lokalen Orten aufgedeckt werden, um daraus Strategien für eine zeitgemäße Weiterentwicklung zu initiieren. Die erste Versammlung in Jackerath wurde zwar nur von wenigen Interessierten wahrgenommen, doch im Verlauf der zweiten in Ameln betonte Bürgermeister Jürgen Frantzen „die hohe Qualität der Meldungen“ von dort. In Ameln war die Beteiligung deutlich höher in der Alten Schule, auch aus Spiel, Sevenich und Kalrath waren Bürger dabei.

Mit der Koordination und Auswertung der fünf Titzer IKEK-Dorfwerkstätten – nach Jackerath und Ameln folgen drei weitere in Müntz, Titz und Rödingen – hat die Gemeinde das Aachener Planungsbüro HJPplaner beauftragt. Auch wenn die Termine ergebnisoffen in Angriff genommen werden, wird der logistische Ablauf an allen Orten identisch sein.

Zu Beginn erläutert Professor Peter Jahnen die Ziele und stellt anhand einer Projektion den zehn Themen umfassenden inhaltlichen Rahmen vor. Daran schließt sich mit dem Einstieg der Bürger in das Diskussionsforum der wesentliche Teil der Auftaktveranstaltungen an. „Sie sind die Experten Ihres Dorfes“, ermunterte Jahnen nun in Ameln die Teilnehmer, Stärken und Schwächen zu benennen und diese stichwortartig auf Karten zu notieren, wobei an den drei Diskussionstischen jeweils ein Mitarbeiter des Planungsbüros als Moderator fungierte.

Nicht überraschend war, dass in allen drei Arbeitskreisen die meisten Meldungen zum Thema Verkehr festgehalten wurden. Ebenfalls hohe Priorität hatten Anfragen zur Infrastruktur. Dass man verschiedenen, gleichzeitig diskutierten Konfliktpunkten zeitweise nur schwer folgen konnte, war dem erfreulich großen Engagement zuzuschreiben. Aus den vielen Anregungen Ziele zu definieren, Prioritäten zu setzen und Vorgehensweisen anzudenken ist der nächste Schritt. „Was wäre ein Aspekt, den wir ruck, zuck in den nächsten drei Monaten umsetzen könnten“, fragte Moderator Jahnen in die Runde. Genannt wurden beispielsweise die Errichtung einer Packstation der Post in Ameln, eine Verkehrsberuhigung der Kalrather Kreuzung und eine Eindämmung der Schleichwegnutzung durch Spiel.

Nach der Bestandsanalyse ist die Entwicklung eines Leitbilds mit der Vertiefung von Teilzielen und der Sammlung von kommunalen Projektideen die zweite Phase. Ihr folgt die Phase der Umsetzungsstrategie. Die Bürger haben den Anfang gemacht, das Herausgearbeitete wird nun vom Planungsbüro im Internet dokumentiert und für weitere Kommentare geöffnet. Nach der Vorbereitung von Lösungsansätzen wird es im Herbst eine weitere gemeinsame Versammlung für alle Orte geben.

In einer abschließenden Runde wurden in Ameln Fragen zum finanziellen Volumen gestellt, die erkennen ließen, dass auf diesem Gebiet Transparenz gewünscht ist. Zudem wurde die Erstellung eines professionellen Fragebogens angedacht, um auch Bürger mit in die Diskussion einzubeziehen, für die die Nutzung des Internets nicht zum Alltag gehört. Dies ist allerdings laut Planungsleiter Jahnen so nicht vorgesehen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert