Zuckerkampagne in Jülich startet eine Woche später

Von: Antonius Wolters
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In drei Wochen rollt die nächste Knollen-Welle auf den Rübenhof der Jülicher Zuckerfabrik, die im Vergleich zum Vorjahr mit einer durchschnittlichen Erntemenge rechnet. Foto: Wolters

Jülich. Die Lieferpläne für die Landwirte sind zwar noch nicht alle geschrieben, doch im Werk Jülich der Pfeifer & Langen KG laufen derzeit die Vorbereitungen für den Start der Rübenkampagne am Montag, 21. September, auf Hochtouren. Heinz Leipertz, Leiter der Landwirtschaftlichen Abteilung der Jülicher Zuckerfabrik, nannte auf Anfrage unserer Zeitung den Termin, an dem die Rübenbauern der Region mit der Anfuhr der süßen Feldfrüchte beginnen.

Damit erfolge der Kampagnenstart eine Woche später als im Vorjahr, erläutert Leipertz, der auch den Grund für diese Terminierung nennt: Im Vorjahr, als im Vertragsgebiet der Jülicher, das von Düren bis Mönchengladbach und von Aachen bis Neuss reicht, wurden noch auf knapp 19400 Hektar Zuckerrüben kultiviert. Demgegenüber ist die Anbaufläche 2015 um gut 15 Prozent auf 16400 Hektar reduziert worden.

Dazu kommt, dass die rekordverdächtigen Erntemenge des Vorjahres diesmal wieder ein Normalmaß erreichen wird: Ausweislich der jüngsten Proberodungen erwartet der Rübenexperte, dass sich der Ertrag 2015 im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre bewegen wird, worunter immerhin drei Ernten mit Spitzenwerten zählen.

„Die Rübe wächst“, sei durch die jüngsten Regenfälle inzwischen auch die Lebensgrundlage der „süßen Knollen“ stark verbessert worden, die somit in den nächsten Tagen und Wochen noch an Masse und Zuckerprozenten zulegen können.

Unabhängig von den vielen Tausend Rübentransporten, die nach Kampagnenstart wieder gen Jülich rollen, wird die Fabrik bereits früher startklar gemacht, um die Produktion von Weißzucker zu beginnen. Dazu braucht es nämlich gar nicht einmal die frisch geernteten Knollen, denn bei der so genannten Vorkampagne wird so genannter Dicksaft zum Anfahren der Fabrik verwendet, der in den riesigen Tanks aus dem Fabrikgelände gelagert ist.

Sofern die Kampagne störungsfrei verläuft, rechnet Heinz Leipertz mit einer Dauer von gut 100 Tagen, so dass die Fabrik Anfang Januar wieder in den Dornröschenschlaf geschickt werden kann.

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