Jülich - Zuckerfabrik: Mitarbeiter im Warnstreik

Zuckerfabrik: Mitarbeiter im Warnstreik

Von: Kr.
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Lautstarker Protest auch ohne Vuvuzelas: Rund 100 Mitarbeiter hatten sich zum Warnstreik vor dem Tor der Jülicher Zuckerfabrik eingefunden. Foto: Kròl

Jülich. Zwar hatten die rund 100 Mitarbeiter der Zuckerfabrik Jülich keine Vuvuzela dabei, doch nicht minder lautstark machten sie ihrer Verärgerung mit Trillerpfeifen Luft. Zwei Stunden lang, außer in der Produktion, ruhte am Donnerstagmittag die Arbeit im Werk.

Mit ihrem Warnstreik bekundeten die Mitarbeiter ihren Unmut über das Arbeitgeberangebot in der laufenden Tarifrunde für die Zuckerindustrie. Ein Prozent und eine einmalige Zahlung von 200 Euro stehen der Forderung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten von 5,5 Prozent gegenüber.

Bereits zweimal traf sich die Tarifkommission, Einigung ist nicht in Sicht. Am Montag steht in Hannover eine weitere Verhandlungsrunde an und wie die Kollegen in ganz Deutschland wollen die Jülicher hier ein Zeichen setzen. Und so gehen viele von ihnen zum ersten Mal auf die Straße, denn ein Warnstreik wurde in Jülich bisher nur 1978 durchgeführt.

„Dies zeigt auch, dass wir bisher stets ein gutes Einvernehmen mit der Geschäftsführung hatten”, betonte Hans Günter Hafke, der für die NGG und Jülich mit in der kleinen Tarifkommission sitzt. Er erklärte den Kollegen außerdem, dass sowohl von Arbeitgeber als auch Arbeitnehmerseite neue Leute in der Tarifkommission sitzen und dies sei gefährlich. Es werde mit harten Bandagen gekämpft und er glaubt nicht, dass ein solcher Warnstreik reicht.

„Es ist aber eine Chance, unsere Solidarität zu bekunden”, sagt er Auch Peter Mogga Geschäftsführer der NGG Region West, erklärte, dass ein Prozent deutlich zu wenig sei. Dem stehen eine Rekordernte, Rekordumsätze und gestiegene Exporte gegenüber und man verlange ein besseres Angebot.

Dass man am Ende die 5,5 Prozent bekommen werde, sei allen klar, meinte er, doch der Arbeitgeber müsste auf ihr Angebot ordentlich etwas draufpacken. Er dankte den Jülicher Kollegen, die sich vor dem Werkstor versammelt hatten und ihre Solidarität bekundeten. Mit ihrer Aktion schlossen sich die Jülicher den bundesweiten Warnstreiks an, als die Letzten in NRW. Bewusst wählte man diesen Termin, um die Forderungen kurz vor der nächsten Tarifrunde noch einmal deutlich zu machen.
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