Rödingen - „Zu alt”: CDU bootet Bert Hermanns (62) als Ortsvorsteher aus

„Zu alt”: CDU bootet Bert Hermanns (62) als Ortsvorsteher aus

Von: hfs.
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Aus der CDU ausgetreten: Bert Hermanns

Rödingen. Mit 62 Jahren ist Bert Hermanns für die Titzer CDU zu alt, steht dem Verjüngungsprozess, den die Christdemokraten begonnen haben, im Weg. Bei der Nominierung der Ortsvorsteher wurde der Rödinger ausgebootet. Die Konsequenz: Mit sofortiger Wirkung hat Bert Hermanns CDU-Fraktion und Partei verlassen, verrichtet künftig als Parteiloser Ratsarbeit.

Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Titz setzt den vor zwei Jahren begonnenen Verjüngungsprozess in ihren Reihen fort. Dies sagt Helmut Paar als Fraktions-und Gemeinde-Verbandsvorsitzender. Durch dieses „Verjüngunsraster” fällt nun Bert Hermanns.

Obwohl er in den drei Stimmbezirken von Rödingen-Höllen, in denen auch drei Kommunalpolitiker der CDU antraten, dass beste Ergebnis holte, wird er nicht erneut als Ortsvorsteher aufgestellt. Die Folge: Hermanns trat aus der CDU aus, wird dem neuen Titzer Rat als parteiloser Mandatsträger angehören.

„Ich habe bei der konstituierenden CDU-Sitzung erfahren, dass ich künftig nicht mehr als Ortsvorsteher fungieren soll.” Als die Titzer Christdemokraten sich in der Vorwoche zu ihrer ersten Sitzung nach der Kommunalwahl trafen, die künftigen Mitglieder zu den Ausschüssen benannten und auch Ortsvorsteherposten besetzten, fand sich der Name von Bert Hermanns nicht auf der Liste.

„Natürlich war ich mehr als erstaunt. Denn dass ich keine Rolle mehr als Ortsvorsteher spielen soll, hat man mir vorher nicht gesagt.” Zur Erinnerung. Bei der Kommunalwahl holte Hermanns im Stimmbezirk 11 insgesamt 135 Stimmen, im Bezirk 12 wurde Hubert Sieben mit 125 Stimmen gewählt, im Stimmbezirk 13 wurde Wilhelm Hintzen abgewählt, holte nur 111 Stimmen für die CDU. Dort wurde Toni Schulz (W.I.R.) mit 163 Wählerstimmen klarer Sieger.

„Ich war 15 Jahre im Rat der Gemeinde, habe zehn Jahre als Ortsvorsteher fungiert. Da kann man doch erwarten, dass man miteinander spricht. So geht man doch nicht miteinander um”, ist Hermanns nicht nur enttäuscht. „So ein Umgang ist unwürdig.”

Dass die Ortsvorsteher-Benennung für Rödingen-Höllen in der nächsten Woche getroffern wird, bekräftigte Paar ausdrücklich. „Bert Hermanns hat seine Entscheidung getroffen. Es gibt kein Zurück mehr, wir bleiben auch bei unserem Beschluss, der von der Fraktions- als auch der Gemeindeverbandsspitze getroffen wurde.” Natürlich, so räumte Paar ein, habe man Kandidatennamen. „Es gibt ja eigentlich nur zwei Namen. Ich könnte mir Willi Hintzen oder Hubert Sieben vorstellen. Aber dies ist meine Meinung, eine von insgesamt 18 Stimmen.”

So wird denn der künftige Ortsvorsteher von Rödingen-Höllen 55 Jahre alt sein (Hubert Sieben) oder aber 53 Lenze zählen. Wie Wilhelm Hinzen, der bisher als stellvertretender Bürgermeister fungiert hat und als Stellvertreter des Gemeindeverbands-Vorsitzenden gewählt ist.
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