Zitadellen-Jazznacht: Ein swingender Rundgang zum Auftakt

Von: Kr.
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Die Band Superfro ist eine von vielen namhaften Gästen bei der 18. Zitadellen-Jazznacht. Foto: Kròl

Jülich. Der Jazzclub Jülich serviert wieder einmal Jazz vom Feinsten und verzaubert mit der 18. Zitadellen-Jazznacht am 3. Mai die Festung in einen großen Schmelztiegel für jazzbegeisterte Musikfreunde. Auf den Bühnen in der Schlosskapelle und im PZ geben sich sechs Bands der unterschiedlichsten Stilrichtungen die Klinke in die Hand.

Der Startschuss fällt wieder um 18.30 Uhr, wenn Museumsleiter Marcell Perse zu einer Führung durch die Zitadelle einlädt. Begleitet werden die Besucher von den Friends of Dixieland, die für einen swingenden Rundgang sorgen werden. Die Routiniers aus dem Ruhrgebiet jazzen schon seit 35 Jahren zusammen und lassen mit ihrem authentischen Oldtime Jazz einen Hauch von New Orleans durch die Zitadelle wehen.

Und so gibt es nicht nur eine Fülle von Information sondern auch Jazzklänge in Winkeln der Festung, die für den normalen Besucher nicht so leicht zugänglich sind. Um 20 Uhr geht es los mit den Konzerten, als Opener fungieren das Joscho Stephan Quartett und die Torunsky Brothers.

Ein guter alter Bekannter der Jazznacht ist Joscho Stephan, der dem Jülicher Jazzclub seit vielen Jahren verbunden ist. Er spielte bereits vor 15 Jahren erstmals auf der Zitadellen Jazznacht. Dass er damals in Jülich als noch nicht so bekanntes Talent eingeladen wurde, hat er nicht vergessen und kehrt immer wieder gerne in die Herzogstadt zurück.

Heute zählt er zu den ganz Großen seines Genres und als international bekannter Gitarrenvirtuose, der mit vielen Musikgrößen wie zum Beispiel Tommy Emmanuel auftritt, und nicht nur in Nashville und New York begeistert gefeiert wird. Im PZ wird er mit seinem Quartett zu hören sein. In etwas ruhigeren Fahrwasser schwimmen die Torunsky Brothers.

Ein Duo, das 2011 in der Schweiz gegründet wurde und heute in den Niederlanden lebt. Greg und Piotr Torunsky sind Vertreter der niederländisch/deutsch/amerikanischen Jazzszene, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen. Es ist ein raffiniertes Zusammenspiel von Bassklarinette und Saxophon, auf das sich die Besucher freuen dürfen. Es wird auch ein Abend der Kontraste sein.

Dafür sorgen unter andern auch Superfro, die ihre Musik als „superfros acoustic house jazz” bezeichnen. Ganz ohne Elektronik verbinden sie Clubbeats mit jazzigen Elementen. Dabei kreiert das Quartett aus dem Rhein-Main-Gebiet angenehme Harmonien mit wunderbarem Wellness-Effekt für das Ohr. Das Ganze wird mit einem ordentlichen Schuss Humor gewürzt, ein Riesenspaß für Musiker und Publikum.

Etwas ruhigere Töne sind dann wieder in der Schlosskapelle zu hören: Das François de Ribaupierre/Rupert Stamm Duo vermischt die warme, tiefe Farbe der Klarinette mit den transparenten, sphärischen Klängen des Vibraphons zu einem subtil verspielten Gesamtsound.

Energiegeladen

Mit eigenen Kompositionen und verschiedenen Elementen aus Jazz und improvisierter Musik gestalten François de Ribaupierre und Rupert Stamm ein kammermusikalisches Erlebnis von spannungsreicher Vielfalt. Vielschichtig und mit energiegeladenem Soul setzt Jeff Cascaro mit seiner Band den Schlusspunkt im Pädagogischen Zentrum. In seinem Programm reihen sich allerfeinste Soul-, Blues- und Funk- Nummern aneinander.

Sein Gefühl für die Musik, sein Rhythmus und sein lässiger Groove begeistern. Cascaro singt nicht nur, er spielt auch Trompete. Er ist seit 14 Jahren als Professor für Jazz-Gesang an der Hochschule „Franz Liszt“ in Weimar tätig und man sagt von ihm, dass er das Erbe von Ray Charles, Wilson Picket und Marvin Gaye in unseren Breiten weiterentwickeln kann.

Seit 1997 bietet die Zitadellen-Jazznacht stets ein spannendes Programm mit ausgezeichneten Musikern im herrlichen Ambiente, und auch diese Veranstaltung verspricht wieder, ein Höhepunkt im Jazzjahr zu werden.

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