Jülich - Zitadelle öffnet verschlossene Türen

Zitadelle öffnet verschlossene Türen

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Denkmal
Tag des offenen Denkmals in der Jülicher Zitadelle: Auf der Bastion Johannes stellt das Corps de Juliers ein Feldlager der französischen Armee aus napoleonischer Zeit nach.

Jülich. Geschichtsfreunden, die schon immer die normalerweise unzugänglichen Areale der Zitadelle Jülich erkunden wollten, bietet sich am 11. September die ideale Gelegenheit. Zum Tag des offenen Denkmals, einer bundesweiten Veranstaltung zur Förderung des Denkmalschutzes, öffnet das Museum sonst verschlossene Türen. Es werden Führungen über die ausgedehnten Wallanlagen und die Bastion Marianne angeboten.

Die Bastion ist die am besten ausgebaute der Festung und war bei den Belagerungen in den Jahren 1610 und 1623 das Hauptziel der Angriffe. Außerdem sind Einblicke in das Ravelin Lyebeck möglich, ein Vorwerk aus dem 18. Jahrhundert, das während des Zweiten Weltkrieges als Luftschutzbunker genutzt wurde.

Auch das diesjährige Motto der Veranstaltung „Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert” kommt nicht zu kurz. In der Ausstellung „Blickfang - Neue Schätze der Jülicher Schirmer-Sammlung” sind die Kunstwerke des berühmten Jülicher Romantikers Johann Wilhelm Schirmer zu bestaunen. Auf der Bastion Johannes stellt das Corps de Juliers ein Feldlager der französischen Armee aus napoleonischer Zeit nach. Dabei wird auch demonstriert, wie zu dieser Zeit Geschütze abgefeuert wurden.

In der Schlosskapelle stellt Walter Dohmen seine Ausstellung „Landschaft in Auflösung - Hommage à Schirmer” vor, eine Verbeugung des Künstlers vor dem Werk des Jülicher Landschaftsmalers.

Das Kinderprogramm wartet neben einer Bastelecke, wo die Geschichte der Renaissancefestung spielerisch erlebbar gemacht wird, mit einer speziellen Kinderführung durch den Museumsleiter auf. Die etwas älteren Kinder können dazu noch allerhand über die Herstellung und Benutzung von mittelalterlichen Bögen erfahren und sogar selbst einmal Hand anlegen und ihr Geschick testen.

Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen sowie Zwiebelkuchen und Federweißem bietet das Zitadellen-Café.

Die Veranstaltung wird vom Museum Zitadelle Jülich und dem Aktionskreis Historische Festungsstadt organisiert. Sie findet am 11. September von 11 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt und die Führungen sind frei.

Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals finden zeitgleich auch in der Kommende Siersdorf und der Burg Engelsdorf statt. In Siersdorf werden Führungen um 14 und 15 Uhr, in Engelsdorf von 11 bis 16 Uhr angeboten.
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