„Zirkus Zappzarap“: In jedem Kind steckt auch ein Artist

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Hoch hinaus, getragen von kräftigen Beinen: Den Kinder der Grundschule Linnich war keine Übung zu schwer bei ihrem Zirkusprojekt. Foto: Marianne Coers

Linnich. Unter tosendem Applaus am Trapez unter der Zirkuskuppel zu schwingen oder oben auf dem First zweier zusammengestellter, sehr hoher Leitern zu sitzen – welches Kind wäre davon nicht begeistert? Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Linnich hatten zu solchen Kunststücken in einer ganzen Woche Gelegenheit, als der „Zirkus Zappzarap“ aus Leverkusen auf dem Schulgelände zu Gast war.

Als Grundlage für alle artistischen Übungen lernten die Kinder von Zirkusleiter Ivo und von drei Mitarbeiterinnen das Motto: „Kann ich nicht” war gestern, heute ist Zirkus! Denn um die Ich-Stärkung ging es an allen Tagen des Trainierens und Vorführens: Probiere dich aus und du wirst sehen: Es steckt mehr in dir, als du vermutet hast!

Aber zunächst einmal sollten die Lehrkräfte der Grundschule und einige Eltern diese Erfahrung machen. Sie studierten an einem pädagogischen Tag unter der Anleitung zweier „Zappzarap”-Mitarbeiter die Zirkusaktivitäten in der Turnhalle selbst ein und erfuhren, worauf es bei der zukünftigen Trainingsarbeit mit den Kindern ankam.

Als das Zirkuszelt unter Mithilfe vieler Eltern aufgebaut war, führten die Lehrkräfte und die eingewiesenen Eltern darin alle artistischen Angebote vor, aus denen die Kinder eines auswählen konnten.

An mehreren Vormittagen machten die Trainer(innen) die kleinen Artisten Schritt für Schritt mit den Vorgängen der Kunststücke vertraut. Die Kinder übten Seiltanz, Zaubertricks, Jonglagen, Akrobatik und Rope Skipping ein und bewiesen mit eigenen Ideen, wie intensiv sie sich in die einzelnen „Disziplinen” eindachten. Die Begeisterung für die ungewöhnlichen „Schulfächer” zeigte sich im Strahlen ihrer Augen, in ihrer Ausdauer und auch in der Toleranz für Schwächen anderer Gruppenmitglieder.

Und endlich kamen die beiden Tage mit den Vorführungen für die Familien, auf die alle schon so eifrig hingearbeitet hatten. Den Eltern, Geschwistern und Freunden wurde zu Beginn das Lachen durch die tölpeligen Clowns in die Gesichter gezaubert. Bewundern konnten alle das Gleichgewicht der Artisten, die stehend auf BMX-Rädern in die Manege einfuhren oder auf voluminösen Kugeln balancierten. Großen Mut bewiesen die „Fakire”, die sich auf das Brett mit den wirklich spitzen Nägeln und auf gezackte Glasscherben stellten oder legten.

Im verdunkelten Zelt schufen die Choreographien mit im Schwarzlicht leuchtenden Tüchern und Poi-Bändern eine verwunschene Atmosphäre. Staunende Blicke zogen auch die Kinder mit den Hula-Hoop-Reifen auf sich, die diese nicht nur am Bauch, sondern auch an den Armen über dem Kopf oder sogar am Hals drehen ließen.

Anschließend traten die Feuerkünstler auf, die Flammen auf die Fingerspitzen „tropfen” ließen, mit brennenden Stäben über die Unterarme fuhren und das gefährliche Element sogar mit dem Mund löschten.

Als jeweils am Ende jeder Vorführung alle Artisten und Trainer(innen) noch einmal in die Manege einliefen, bebte das Zelt unter dem Applaus, der alle Anstrengungen wettmachte.

Die Kinder waren begeistert von der Zirkuswoche. Sie empfanden es als wichtige Erfahrungen, die eigene Angst überwunden zu haben, dem Partner im Kunststück vertrauen zu können und trotz Schwierigkeiten immer weiter trainiert zu haben.

Sein Konzept, durch die Bündelung der Talente der mit der Schule verbundenen Menschen ein tolles Gemeinschaftserlebnis zu erreichen, verwirklichen Zirkusleiter Ivo und seine Mitstreiter erfolgreich seit vielen Jahren. Schulleiterin Susanne Kösters und Konrektor Mirko Hagen brachten in den vergangenen Schulwochen und während der Zirkustage jede Menge Zeit, Kraft und Mühe ein, um den reibungslosen Ablauf zu organisieren.

Im Besonderen lobten sie die kleinen Artisten für deren Vielseitigkeit und Durchhaltevermögen. Außerdem zollten sie den Trainerinnen und Trainern für deren Anstrengung und einfühlsamen Umgang mit den Kindern große Anerkennung.

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